„Noch schneller und flexibler“

Neue 15 Tonnen schwere Maschine für die Neuenrader Firma Miederhoff

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Mit Hilfe eines angeforderten Kranes konnte die 15 Tonnen schwere Maschine vom Lkw befördert werden. Sie habe einen sechsstelligen Euro-Betrag gekostet, so Geschäftsführerer Meinhard Miederhoff.

Neuenrade - Die Anwesenden halten die Luft an. Langsam hebt der Kran die riesige Maschine in die Luft. Dann dreht er sich und setzt sie ab. Erleichtert atmen alle auf. Jetzt wurde eine neue 5-Achsen-Maschine bei der Firma Miederhoff angeliefert.

Für das Familienunternehmen sei dies ein wichtiger Eckfeiler, um den vielen Aufträgen gerecht zu werden, erklärt Geschäftsführer Meinhard Miederhoff. Mehrere Stunden dauerte es, bis die Maschine vom Lkw in die Produktionshalle verfrachtet werden konnte. 

Bedeutende Investition

„15 Tonnen wiegt sie“, so der Unternehmensleiter. Wie viel sie genau gekostet hat will er nur ungern sagen. Die Summe liege aber im mittleren sechsstelligen Bereich, verrät er. Es handele sich um eine der bedeutendsten Investitionen in der Firmengeschichte. 

André Miederhoff bildet gemeinsam mit seinem Vater Meinhard (nicht im Bild) die Geschäftsführung der Firma.

Die begann im Jahr 1991 als sich der gelernte Graveur- Kokillenbauer Meinhard Miederhoff selbstständig machte. „Damals hatte ich nur einen Raum und eine Maschine“, sagt er und lacht etwas. Inzwischen ist er längst in eine größere Produktionsstätte umgezogen. Auch für seine Nachfolge ist bereits gesorgt. Sein Sohn André bildet seit einiger Zeit gemeinsam mit ihm die Geschäftsführung. 

Die Firma an der Osemundstraße ist spezialisiert auf den Kokillenbau. „Wir stellen Formen für die Leichtmetallindustrie her“, erklärt Geschäftsführer Meinhard Miederhoff. Dabei würden sie ein breites Kundenspektrum bedienen, so der Firmengründer weiter. Von der Lampenindustrie bis zu verschiedenen Automobiherstellern sei „alles dabei“, erzählt er. 

Informationen in den Computer eingespeist

Bis das fertige Produkt, also die Form, an den Kunden geliefert werden könne, sei es ein umfangreicher Prozess. „Zuerst gibt der Kunde den Auftrag auf und schickt Zeichnungen und andere Daten seines Produktentwurfes an uns“, erklärt Stephan Miederhoff, Mitarbeiter und Bruder des Geschäftsführers. Anschließend würden die Informationen in den Computer eingespeist und die Form entwickelt. 

Dabei gelte es zu beachten, dass sich das Aluminium, nachdem es in die Form geflossen ist, noch ausdehnt. „Das müssen wir im Vorhinein natürlich mit einplanen.“ 

Mit der neuen 5-Achsen-Maschine sei es nun möglich, Elemente von fünf verschiedenen Seiten gleichzeitig zu bearbeiten. „Und das alles bis zu einem Stückgewicht von bis zu einer Tonne“, betont Geschäftsführer Miederhoff. Nun könnten sie noch schneller und flexibler arbeiten. „Das ist quasi ein Geschenk zum 25-jährigen Bestehen unseres Unternehmens“, scherzt Miederhoff.

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