Muschert & Gierse: Gewaltiger Neubau

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Die neue Produktionshalle, nur der Bürotrakt fehlt noch.

Neuenrade/Küntrop - Es ist ein gewaltiger Komplex. Muschert & Gierse zieht sich nun von der Einmündung Garbecker Straße/Hönnestraße bis hin zur Brücke über die Hönne.

Dort, wo früher die große Wiese war, steht nun eine große Produktionshalle. Bereits im zweiten Quartal 2016 soll hier produziert werden. Es fehlt noch der neue Bürotrakt, welcher Bestandteil der neuen Halle sein wird. Wie Iris Middendorf aus der Inhaberfamilie des Oberflächenveredlers auf Anfrage mitteilte, liege man „gut in der Zeit“. Die Einweihung des Komplexes – ein gutes Jahr nach dem verheerendem Brand – wird „in Richtung Herbst“ avisiert.

Der Neubau fällt so groß aus, damit die von den Behörden geforderten Auflagen und die nötige Technik im Bereich Oberflächenveredelung realisiert werden könne, erläuterte Middendorf.

Zum Hintergrund: Am Abend des 9. Novembers 2014 wurden durch einen technischen Defekt 80 Prozent der Produktionsanlagen der Neuenrader Firma Muschert & Gierse (Spezialist für Oberflächentechnik) zerstört. Der Geschäftsführung gelang es seinerzeit wichtige Teile der Fertigung an ein Tochterunternehmen in Heiligenstadt auszulagern. Es war die Stunde des kreativen Managements und der loyalen, leistungsstarken Mitarbeiter. Zudem holte man sich Profis der Polygon Vatro an Bord, die auf die Sanierung von Brand- und Wasserschäden spezialisiert ist. Lange dauerte es – aber schließlich kam dann die Genehmigung zum Neubau nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (BImSchG) Ende Juni 2015. Die Ecoplan Industrie- und Wohnungsbau als Generalunternehmen übernahm dann den Bau des Projektes. Seit Juli 2015 wird gebaut.

Es entsteht eine Produktionshalle „mit insgesamt drei Hallenschiffen“ und einem sich daran anschließenden Verwaltungsgebäude. Der gesamte Hallenkomplex misst 145 x 50 Meter. Unter dem Strich werden an die 110 000 Kubikmeter umbauter Raum entstehen. Das Gebäude gründet sich auf 1000 Rüttelstopfsäulen mit einer Tiefe von bis zu neun Metern. - Von Peter von der Beck

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