Muschert und Gierse beginnt den Neubau

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Symbolisch wurden der erste Spatenstich durchgeführt – die Arbeiten am Neubau sind schon weit fortgeschritten.

Küntrop - Vergessen ist der Großbrand bei Muschert und Gierse noch lange nicht. In der Nacht des 9. November 2014 schlugen die Flammen in den Küntroper Himmel - ein Feuer, das große Teile der Produktionsanlagen am Küntroper Firmenstandort in Schutt und Asche legte.

Zwar versteckt sich der Ort des Geschehens derzeit hinter einem informativen Banner, das Unternehmen richtet den Blick aber wieder nach vorne. Auf einer freien Baufläche im Anschluss an den bestehenden Gebäudekomplex an der Hönnestraße lassen die ersten Stahlbeton-Fertigteile erahnen, dass sich die Situation bei Muschert und Gierse in absehbarer Zeit wieder normalisieren wird – eine Steigerung der Effizienz scheint nicht ausgeschlossen. Denn: Der Neubau erfüllt modernste Ansprüche, nicht nur was den Brandschutz angeht, Produktion und Verwaltung werden ein neues Zuhause bekommen, das optimierte Abläufe gewährleistet.

Im Rahmen eines Empfangs anlässlich des Baubeginns des Neubaus am Samstag erinnerte Gert Middendorf, Geschäftsführer und Inhaber des Unternehmens, die vielen Besucher an den verheerenden Brand, aber auch an beispiellose Hilfsbereitschaft und das Engagement der Feuerwehr. 350 Einsatzkräfte aus dem gesamten Märkischen Kreis sind während des Einsatzes an ihre Grenzen gegangen, benachbarte Unternehmen stellten Infrastruktur zur Verfügung und unterstützten, wo es nur ging. Gert Middendorf und seiner Familie war die Dankbarkeit anzusehen. Ein wichtiger Baustein im Muschert-und-Gierse-Getriebe ist Dr. Olaf Scheffler, der technische Leiter ist laut Middendorf maßgeblich am reibungslosen Ablauf beteiligt.

Im Anschluss an die Eröffnunsgrede griff die Familie Middendorf gemeinsam mit Dr. Olaf Scheffler für den offiziellen ersten Spatenstich zu den Werkzeugen. Tatsächlich waren die Ausmaße des Bauvorhabens bereits im Hintergrund ersichtlich.

Rund 30 Beton-Fertigteile sind bereits zusammengefügt, 440 werden bis zur geplanten Fertigstellung noch folgen. Ein Teil der Produktion soll im zweiten Quartal 2016 wieder laufen. 6000 Quadratmeter bebaut Muschert und Gierse an der Hönnestraße. „Immer wieder ein tolles Gefühl, wenn ich hier auf dieser Riesenbaustelle sehe und feststelle, es stehen schon wieder ein paar Betonpinne“, meinte Gert Middendorf.

Muschert & Gierse in Küntrop brennt

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