Wildpinkler und Glasbruch stören Volksfest

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Zerbrochene Glasflaschen und Wildpinkler sorgen auf dem Gertrüdchen-Fest für unnötigen Ärger.

Neuenrade - Gut gelaunte Menschen, die fröhlich durch Neuenrade zogen und sich das ein oder andere Kalt- und Heißgetränk gemeinsam schmecken ließen. Doch nicht überall herrschte nur gute Laune. Wildpinkler und Glasbruch störten am Wochenende das 660. Volksfest in Neuenrade.

Sabine Rogoli vom Ordnungsamt der Stadt Neuenrade zeigte sich nicht mit allen Komponenten des Volksfestes zufrieden.

„Wir müssen uns echt etwas einfallen lassen bezüglich der Problematik mit den mitgebrachten Glasflaschen“, sagte sie auf Anfrage des SV. „Gerade viele auswärtige Jugendliche kommen zum Gertrüdchen mit massig vielen Bierkisten, was ein großes Problem ist.“

Statt diese jedoch wieder in die dafür vorgesehenen Tragbehältnisse einzusortieren, würden viele Jugendliche diese wild entsorgen, wobei viele Gläser kaputt gehen würde und so gefährliche Scherbenreste rumliegen würden. „Das muss und wird im kommenden Jahr auf jeden Fall anders laufen müssen“, so Rogoli.

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Ein weiteres Problem sei die zunehmende Anzahl an Wildpinklern, die - trotz ausreichender Toilettenanlage - ihr Geschäft vermehrt in der Innenstadt verrichten würden. „Natürlich spielt der Alkoholkonsum dabei eine Rolle, aber wir greifen da konsequent durch. Es kann nur nicht der Regelfall sein, dass man sich bei Hinweisen noch anpöbeln lassen muss“, sagt die Stadtmitarbeiterin etwas empört. Dabei seien ihrer Erfahrung nach vor allem jüngere Mädchen und Frauen verbal deutlich schlimmer. „Das sind manchmal richtige Zicken“, berichtet Rogoli.

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Sie würde sich wünschen, dass zukünftig solche Ausfallerscheinungen wieder zurückgehen würden. „Es ist ja im Sinne aller Gertrüdchen-Besucher, dass das beliebte Volksfest einen geordneten, sauberen Charakter behält.“ Grundsätzlich sei das negative Verhalten der Festbesucher eine Ausnahme. Der Großteil der überregional anreisenden Gäste des Neuenrader Festes würden sich ordentlich und korrekt verhalten.

Bestätigen kann dies auch die für das Gertrüdchen zuständige Polizei der Dienststelle Werdohl, die mit einem zusätzlichen Fahrzeug und Einsatzkräften auf dem Fest aktiv waren. Das Gertrüdenchen sei insgesamt relativ ruhig verlaufen. Es habe zwar mehrere kleine Sachbeschädigungen und verbale Konflikte gegeben, allerdings wurden keinerlei Anzeigen wegen Körperverletzung oder anderer schwerer Delikte gestellt. Das Fest sei überschaubar und ruhig über die Bühne gegangen.  - von Benny Finger

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