Maschinenbrand: Großer Feuerwehreinsatz beim Drahtwerk Elisental

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Großer Feuerwehreinsatz: Im Obergeschoss einer der Werkshallen beim Drahtwerk Elisental war eine Maschine in Brand geraten, außerdem hatte sich das anhaftenden Magnesium entzündet.

Neuenrade - Rund 60 Feuerwehrleute und 11 Einsatzfahrzeuge und etliche auswärtige Kräfte waren in der Nacht zum Samstag beim Drahtwerk Elisental im Einsatz: Nach Angaben der Feuerwehr war eine Maschine in Brand geraten, die wiederum auch das anhaftende Magnesium in Brand gesetzt hatte.

Um kurz vor 1 Uhr war der Löschzug Stadtmitte alarmiert worden. Am Drahtwerk Elisental an der Werdohler Straße war die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst worden. "Bereits auf der Anfahrt informierte die Leitstelle die Einsatzkräfte, dass es sich um einen bestätigten Brand handelt. Als das Löschgruppenfahrzeug am Einsatzort eintraf war bereits eine starke Rauchentwicklung sichtbar, so dass der Fahrzeugführer das Alarmstichwort umgehend auf "Feuer 1" erhöhen ließ, um weitere Kräfte der Löschzuges Stadtmitte zur Einsatzstelle zu beordern", heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Sirenenalarm wurde erstmals gegeben.  Die Feuerwehr erkundete in dem Fabrikgebäude die Lage und stellte fest, dass in einer Betriebshalle im ersten Obergeschoss ein Feuer in einer Maschine ausgebrochen war, wodurch sich auch an der Maschine anhaftendes Magnesium entzündet hatte. 

Ein Feuerwehrtrupp, mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, unternahm den ersten Löschangriff mit Pulverlöschern. Der Grund: Magnesium darf nicht mit Wasser gelöscht werden.  

Das war längst nicht alles. Nils Kohlhage, Pressebeauftragter der Feuerwehr schreibt: "Parallel dazu wurde ein Mitarbeiter des Betriebes mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung an den Rettungsdienst übergeben. Unterdessen wurde um 1.16 Uhr zuerst die Löschgruppe Küntrop zur Unterstützung gerufen, worauf dann um 0.43 Uhr die Alarmierung der gesamten Neuenrader Feuerwehr folgte und die Sirenen ein zweites Mal im gesamten Stadtgebiet heulten. Außerdem rückte das DRK Balve mit einem Rettungswagen und der Verpflegungseinheit und die Werkfeuerwehr der VDM Metals GmbH aus Altena an, um die Einsatzkräfte vor Ort mit speziellem Metallbrandpulver zu versorgen."

Die Feuerwehreinheiten aus Küntrop und Affeln stellten weitere Atemschutztrupps bereit und stellten die Wasserversorgung über mehrere Hydranten sicher. kurz nach dem Alarm eingetroffenen Kameraden aus Küntrop und Affeln stellten einige Atemschutztrupps und stellten die Wasserversorgung aus mehreren Hydranten sicher.

 "Schließlich zeigten die Löschversuche mit Pulver und Wasser Wirkung, bis dann schließlich gegen 2.40 Uhr endgültig Feuer aus gemeldet werden konnte". 

Anschließend habe man die Werkshallen noch gelüftet und die "stark erhitzen Maschinen und ein Ölbecken permanent per Wärmebildkamera überwacht. 

Zusätzlich zu den Einsatzkräften und Fahrzeugen der Neuenrader Wehr waren noch zwei Kräfte der Werkfeuerwehr VDM, knapp zehn Einsatzkräfte des DRK mit einem Rettungswagen und der Verpflegungseinheit, ein Rettungswagen des Kreisrettungsdienstes und die Polizei vor Ort. "Gegen 6 Uhr konnte der Einsatz schließlich beendet werden", heißt es von Nils Kohlhage.

Peter von der Beck

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