Maschinen und Anlagen per Online-Auktionshaus verkauft

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Mitarbeiter eines polnischen Unternehmens mit dem beladenen Lastwagen.

Neuenrade - Ob Weißrussland oder Niederlande: In alle Herren Länder wurde der Großteil der Maschinen und Anlagen verkauft. So gut wie leer ist daher die Produktionshalle des Küntroper Gebäudes, das zum Honeywell-Konzern gehört. Aktuell läuft die Abwicklung.

Und es herrscht dort gerade reger Betrieb. Mit einem halben dutzend Männern luden gestern Repräsentanten einer polnischen Firma Regalsysteme und eine Fertigungsanlage in einen Lastwagen ein. Im Osten Polens, in Ketrzyn, werden die Maschinen demnächst wieder zum Leben erweckt. „In a former Philips-Company they will produce lighting equipment (Beleuchtungskomponenten)“, erläutert einer aus der polnischen Entourage. Auch vieles andere aus der Produktionshalle wurde und wird in diesen Tagen abtransportiert.

Verkauft wurden die Maschinen über den Online-Marktplatz eines Auktionshauses, der auch in Konzernkreisen recht beliebt zu sein scheint: Auf dem Portal des „GoIndustry DaveBid“. Auf diesem Portal sind reichlich Sonderauktionen von Firmen, die Überkapazitäten abbauen oder aus sonstigen Gründen Maschinen und das Drumherum verkaufen. Alcoa Australien veräußert dort zum Beispiel Labor-Ausrüstung und Transformatoren, ein führender Smartphone-Hersteller verkauft Kabel-Binde-Maschinen.

Ein Amerikaner will biopharmazeutische Ausrüstung unters Volk bringen und einen Bürocontainer aus Aluminium und mit viel Glas gibt’s zum Mindesgebot von 35 US-Dollar. Ein recht großes Angebot kommt dabei aus Deutschland, das insgesamt eine Fundgrube für die Tüftler und Bastler ist: Sicher gibt es jemanden, der den „Phasenwinkelsensor“ ersteigert oder auch mit dem „sechsachsigen Industrieroboter“ glücklich wird.

Ist die Ware schließlich verkauft, managen Verwerter den Rest, kümmern sich wie eben jetzt in Küntrop um den Versand der Waren und die weitere Abwicklung.

Der am langen Ende zum Honeywell-Konzern gehörende Gebäude-Komplex wird derzeit zum Verkauf angeboten. Es gebe ernsthafte Interessenten, hieß es jüngst seitens des mit dem Verkauf beauftragten Düsseldorfer Immobilienunternehmens Jones LangLaSalle. Angeboten wird es für 1,25 Millionen Euro.

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