In luftiger Höhe wirkt der Kranz auf einmal winzig klein

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Das traditionelle Errichten des Maibaums ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Groß und Klein nahmen an der Feier am Affelner Dorfplatz teil. Auch die nicht ganz so angenehme Witterung hielt sie nicht ab.

Neuenrade - Wie es längst Tradition ist, stellten die Affelner am Samstag ihren Maibaum am Dorfplatz auf. Die vorangegangene Messe, die von Pastor Jürgen Bischof geleitet wurde, war wegen des schlechten Wetters in die Kirche verlegt worden. Thema der Predigt war die Frage: „Was würde ich tun, wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte?“ Bischof bat jeden Einzelnen, eigene Antworten in Zeiten von Terror und Gewalt zu finden.

Dann wurde der Baum mit seinen vielen neuen Schildern, die nun auch wetterbeständig sind, aufgerichtet. Erinnert wird mit den Schildern an handwerkliche Berufe, die es vor mehr als 100 Jahren in den Dörfern gegeben hat – etwa Schmied, Sattler, Stellmacher und Schuster. Viele dieser Berufe gibt es heute nicht mehr. Seit 1992 schmücken entsprechende Schilder den Maibaum.

Altenaffelns Ortsvorsteher Andreas Wiesemann übergab, auch im Namen der Ortsvorsteher aus Affeln (Josef Hochstein) und Blintrop (Jochen Sasse), einen Scheck in Höhe von 150 Euro an den Landmaschinenverein. Das Geld solle eine kleine Unterstützung sein, damit auch weiterhin alte und historische Maschinen und Werkzeuge restauriert und in der Scheune oder während des Bauernmarktes ausgestellt werden können.

Der Kranz mit seinen vielen bunten Bändern, der zuvor am Boden noch riesig aussah, wehte am Schluss in luftiger Höhe und wirkte auf einmal winzig klein.

Danach begab sich die Gesellschaft ins Trockene, um noch ein paar Stunden zu feiern. Der Affelner Musikverein sorgte für musikalische Begleitung. Durch das Engagement einzelner Vereine war dafür gesorgt, dass niemand Hunger oder Durst haben musste. Die Stimmung war heimelig und hielt noch ein paar Stunden an.

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