RTF lockt sogar Niederländer nach Neuenrade

„Da gehts ans Eingemachte“ – Felix Loch und Stefan Prior deuten auf die 18-Prozent-Rampe.

Neuenrade - „Mit 500 Teilnehmern hatten wir im Vorfeld gerechnet. Dass es jetzt fast 600 waren, ist ein toller Erfolg“, erklärte Stefan Prior, Pressewart der Radsportabteilung im TuS Neuenrade, die 584 Radsportler im Rahmen der RTF (Radtouristikfahrt) begrüßte.

Im Vorjahr war die RTF noch deutlich an der 400er Marke gescheitert, am Sonntag strömten die Zweiradfreunde sogar aus dem Ausland an. „Ich habe tatsächlich ein niederländisches Kennzeichen gesehen“, freute sich der Abteilungsleiter Felix Loch über den erfreulich hohen Zuspruch. Familien, Hobbyradler und ambitionierte „Kilometersammler“ machten sich bei optimalen Bedingungen auf den Weg.

Sie hatten die Wahl zwischen verschieden anspruchsvollen Streckenprofilen – von 21 geschmeidigen, familiengeeigneten Kilometern bis Balve und zurück bis zu der 144er Tour bis ins Hochsauerland. „Etwa sechs Stunden werden die 144er schon einplanen müssen“, rechnete Stefan Prior vor. Dabei hatten die ehrgeizigen Pedalisten nicht nur 144 Kilometer zu bewältigen – 1598 Höhenmeter galt es außerdem zu überwinden.

Zufriedene Gesichter, so weit das Auge reichte. Im Start-Ziel-Bereich gab es für die Neuenrader Organisatoren viel positives Feedback. Streckenführung, Ausschilderung und natürlich die Wetterbedingen waren top, hieß es. Eigentlich hatten die TuSler diesmal keine Auszeichnungen für den ältesten und den jüngsten Teilnehmer vorgesehen. Weil aber besonders „alte Semester“ auf die Strecke gegangen waren, entschieden sich Loch und Co kurzerhand um. Günther Franke, Jahrgang 1935, vom RSC Lüdenscheid 98 zählte in der Klasse der Teilnehmer mit BDR-Wertungskarte zu den ganz Erfahrenen. Helmut Guski legte die Latte nochmals ein Stückchen höher: Jahrgang 1930 stand auf der Anmeldung des Plettenberger Radlers.

584 Teilnehmer treten bei Neuenrader RTF in die Pedale

Wie üblich zeichneten die Neuenrader die zahlenmäßig stärksten Klubs aus. Diesmal führte die 14-köpfige Gruppe des PSV Iserlohn das Klassement an. Silber ging an den RSC Ruhr-Süd Witten (7), die RSG Herne und der RTV Kurbel Dortmund mit je fünf Athleten teilten sich den dritten Platz.

Allgemein sei die RTF eher auf dem Rückzug, weil viele Vereine in Deutschland den Organisationsaufwand nicht mehr betreiben könnten, sagte Stefan Prior. Der TuS Neuenrade hingegen hat mal wieder bewiesen, dass der Hönnestädter Klub lebt und solch aufwändige Aktionen stemmen kann. Mit mehr als 40 Helfern meisterten die TuSler alle Herausforderungen und begeisterten Radsportler aus nah und fern mit wirklich herausragend schönen Strecken.

Und tatsächlich: Familien nahmen die Offerte der Radsportabteilung ebenso an wie austrainierte Zweiradsportler, die freiwillig die 18-Prozent-Rampe bei Visbeck „mitnahmen“. „Manche nutzen unsere RTF als Vorbereitung für die nächsten Rennen“, weiß Stefan Prior und strahlte vor Freude über das rundum gelungene Event, das mit fast 600 Teilnehmern zu den Neuenrader Großveranstaltungen im Sportkalender zählt.

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