Lichttechnische Fabrik: Rund zehn Wochen für den Abriss

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Die Abrissarbeiten haben begonnen.

Neuenrade - Gut zehn Wochen noch, dann wird das Industrie-Relikt Lichttechnische Fabrik Neuenrade endgültig Geschichte sein. Derzeit laufen die Abrissarbeiten durch die Firma Pfeifer Abbruch, Straßen- und Tiefbau GmbH, im Auftrag der Firma Brinkmann.

 Mitarbeiter des Abrissunternehmens sind zurzeit mit dem ehemaligen Produktionsgebäude befasst. Dabei gehe es zunächst um die Schadstoffsanierung im Gebäude, wie der Inhaber und Geschäftsführer des Abrissunternehmens, Ingor Pfeifer, erläuterte. So ist Frank Packmann mit seinem Kleinbagger und Pressluftmeißelaufsatz damit befasst, den Estrich im Untergeschoss herauszumeißeln, ein großer Berg mit Altmaterial liegt schon vor dem Gebäude. Das kontaminierte Material wird in Müllverbrennungsanlagen entsorgt.

Der Abrissunternehmer orientiert sich beim Vorgehen an Gutachten und entsprechenden gesetzlichen Vorschriften. Außerdem werde der Abriss gutachterlich begleitet, erläuterte Pfeifer. Was derzeit passiere, sei dabei „nur Vorgeplänkel“, der eigentliche Abriss beginne erst demnächst. So müsse man sich noch um die Medien (Versorgungsleitungen) kümmern. Auch große Trafos müssten noch vom Stromproduzenten entsorgt werden.

Das Verwaltungsgebäude schließlich komme zuletzt an die Reihe, und hier werde auch mit einer gewissen Vorsicht agiert, weil es ziemlich dicht an der Straße steht. Pfeifer wies noch darauf hin, dass das unkontaminierte Abbbruchmaterial jedenfalls gleich an Ort und Stelle aufbereitet werde. Zum Einsatz kommt unter anderem ein 40-Tonnen-Bagger. Fünf Mitarbeiter werden im Schnitt an der Baustelle tätig sein.

Bauunternehmer Dietmar Brinkmann jedenfalls, der die Brache vor nicht all zu langer Zeit gekauft hatte, macht nun sein Versprechen war und hat den Abriss in Auftrag gegeben. Nach Jahrzehnten verschwindet nun das Gebäude, das von dem einen oder anderen Neuenrader gar als Schandfleck bezeichnet wurde. Brinkmann hat sich noch nicht entschieden, wie er die Fläche nutzen wird. Er habe „verschiedene Optionen“, die sich um Wohnbebauung drehen.

Von Peter von der Beck

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