Letzte Ferienwoche verspricht bestes Freibad-Wetter

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Ein paar Besucher konnte das sonnige Wetter bereits ins Freibad locken. Schwimm-Meisterin Andrea Kendziora-Kühn hofft, dass in der kommenden Woche noch mehr dazu kommen.

Neuenrade - In einer Woche startet das neue Schuljahr – Schwimm-Meisterin Andrea Kendziora-Kühn hofft für die letzte Ferienwoche auf schönes Wetter, das die Badegäste ins kühle Nass des Freibads lockt.

„In den ganzen Ferien hatten wir nicht eine Woche mit schönem Wetter am Stück. Es wurde aber angesagt, dass das in den nächsten fünf Tagen anders werden soll“, sagt Kendziora-Kühn. Jeden Tag schauen sie und ihre Kollegen regelmäßig auf eine Wetter-App: „In der Hoffnung, dass die große Hitzewelle doch noch kommt.“

Auch heute waren – trotz über 20 Grad und blauem Himmel – vergleichsweise wenig Menschen im Freibad. „Es ist zwar schon schön warm, aber die Luft ist immer noch etwas zu kühl“, sagt eine Besucherin. Auch wenn sie selbst regelmäßig auf eine Wetter-App schaue, habe diese technische Errungenschaft in den Augen von Kendziora-Kühn auch Nachteile – besonders im Bezug auf den Freibad-Besuch: „Es gibt auch schöne Tage, die zwar bedeckt aber trotzdem tropisch warm sind. Die Leute schauen dann auf ihre App und sehen, dass ein Gewitter kommen könnte. Bevor sie den Eintritt zahlen, bleiben sie lieber zuhause. Und am Ende haben wir einen herrlichen Tag hinter uns gebracht, der vielleicht bedeckt aber trotzdem schön warm war – und kaum einer war da, weil die App ein paar Prozent Gewitter-Wahrscheinlichkeit angezeigt hat.“

Wetter

Man habe im Freibad sogar freies W-Lan eingerichtet, um so mehr Kinder und Jugendliche anzulocken. „Viele können eben einfach nicht mehr anders, sie müssen immer an ihren Handys daddeln“, sagt Kendziora-Kühn. Großen Erfolg habe diese Strategie jedoch noch nicht gehabt: „Wir haben die Eltern gefragt, warum sie trotz des freien W-Lans nicht mit ihren Kindern herkommen.“ Diese würden jedoch nicht wollen, dass ihre Zöglinge die Telefone mit ins Freibad nehmen – da blieben die Kinder lieber ganz zuhause. „Das ist sehr schade. Die neue Technik verwehrt den Kindern so schöne Dinge wie zum Beispiel ins Freibad zu gehen oder Freunde zu treffen und gemeinsam Eis zu essen“, bedauert Kendziora-Kühn.

Für die kommenden Tage zeigt ihre Wetter-App schönes Wetter an. „Blauer Himmel und um die 25 Grad. Das ist für das Sauerland schon eine Menge“, sagt Kendziora-Kühn. Nun hofft sie, dass die Schüler die letzte Ferienwoche noch einmal nutzen und bei strahlendem Sonnenschein schwimmen gehen.

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