Land fördert Kunst-Projekte in Neuenrade

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Kunst in Neuenrade wird gefördert.

Neuenrade - Irmhild Hartstein hat es wieder geschafft. Sie präsentierte ein Konzept – und die Neuenrader Hönnequellschule erhielt mit dem Projekt HOME_MADE den Zuschlag und jetzt die amtlich bestätigte Förderung.

Auch für die Zusammenarbeit mit der Burgschule im Rahmen des Projektes „Ich trau meinen Augen nicht – die Welt ist voller Ornamente“, gibt es Landesmittel. Das Projekt wird wieder in der Kiku durchgeführt und von Johanna Winkelgrund begleitet.

Das Theaterprojekt HOME_MADE wird im Rahmen des Landesprogramms Kultur & Schule gefördert. Das Projekt gehört dabei zu den 65 Konzepten, die landesweit ausgewählt wurden. HOME_MADE wird dabei mit der Theater- und Kulturpädagogin Kathrin Volkmer in der Hönnequellschule durchgeführt (die auch das Konzept erarbeitete). Wie Kiku-Leiterin Hartstein berichtete, sind die NRW-Projekte für die Kinder kostenfrei. Dabei werde nicht nur mit Landesmitteln gefördert, sondern auch mit einem Anteil, der im vergangenen Jahr von Alexander Klinke übernommen worden war. Den Betrag für die Gemeinschaftsschule habe im vergangenen Jahr der Arbeitgeberverband gesponsert.

Bereits seit 2006 laufen derartige Projekte in Neuenrade. Anfangs übernahm Irmhild Harstein selbst die Leitung der Projekte, später suchte sie sich geeignete Künstler, konzipierte mit denen dann auch die Konzepte und sorgte dafür, dass alles seinen Gang nahm. So konnten mit Landesmitteln und Sponsoren „in neun Jahren elf Kunstprojekte mit Burgschule, Hauptschule und Gemeinschaftsschule“ durchgeführt werden“.

Und jetzt geht es weiter: Nach den Ferien können Kinder bei dem HOME_MADE- Projekt mitmachen – das ist wie gesagt kostenfrei für die Schüler. Los geht es im September. Mit ins Boot geholt hat Hartstein eben Kathrin Volkmer. Die dürfte dem einem oder anderen von einem durchaus erfolgreichen Theaterprojekt bekannt sein. „LandEyes“ hieß das. Dabei erarbeitete Volmer gemeinsam mit Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren ein Theaterstück, bei dem Jugendliche ihre Zukunftsvorstellungen zum Ausdruck bringen konnten. Nun geht es nach dem Konzept eben darum, dass sich die Kinder eben auch künstlerisch mit ihrer Umgebung auseinandersetzen. „Ob geschichtsträchtige Straßenzüge, spannenden Häuserzeilen, geheimnisvolle Plätze oder skurrile Geschichten um Personen und Ereignisse – egal wie klein oder groß ein Ort ist. Jeder bietet eine Fülle von Abenteuern“, heißt es. Gedacht ist das Projekt für 40 Schüler, die sich mit Hilfe von unterschiedlichen künstlerischen Medien und Formaten mit dem „Lebens-Raum Neuenrade befassen.

Vier Kleingruppen arbeiten dabei unabhängig voneinander. Ob nun als Reiseführer, im Rahmen einer fotografischen Stadtsafari, als Reporter oder im Rahmen einer Verschönerungsaktion – anschließend zeigt jede Gruppe ihre Ergebnisse in einer Werkstattpräsentation. Mit den erarbeiteten Ergebnissen befassen sich die Schüler dann weiter, entwickeln wider ihre eigenen Geschichten. Die „Stop Motion-Filmtechnik" (Einzelaufnahmen werden durch Aneinanderreihung zu einem Film) soll dabei auch eingesetzt werden. Am Ende verdichten sich jedoch alle Ergebnisse „in der schlussendlichen Theaterperformance“.

Der pädagogische Effekt auf die jungen Teilnehmer: Durch die künstlerische Beschäftigung mit dem Lebensraum, indem sie sich bewegen würden sie sich neue Sichtweisen auf Bekanntes erarbeiten und rückten „als aktive Stadtnutzer in den Fokus des Projektes“. Die Erweiterung von Raumgrenzen fördere das Selbstbewusstsein, schärfe das Urteilsvermögen, steigere das Verantwortungsgefühl und schaffe Identität. Klare Sache sei, dass Interaktionen mit der Öffentlichkeit stattfinden würden.

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