Scheunen-Festival als „kuschelige Familienparty“

Die Entspannungsminister fühlten sich in ihrem „Wohnzimmer“ sichtlich wohl und gaben Vollgas. -  Foto: Jentzsch

Küntrop - Wenn die Entspannungsminister am Küntroper Breitenbruch ein Scheunen-Festival organisieren, dann steht ein Punkt ganz oben auf der To-do-Liste: „Absolute Stress-Freiheit“. Offenbar haben sich die Entspannungsminister nicht zufällig diesen Namen gegeben.

Allerdings: Sobald Frontmann Maik Wiesegart und Co auf der Bühne stehen, dann ist es mit der Entspannung vorbei, dann wird gerockt.

Perfekt ins Programm passte am Donnerstagabend die Reisegruppe Hardrock – zumindest musikalisch. Denn optisch stach das schrille Trio aus Dortmund, Münster und Mühlheim die Minister klar aus. Hautenge Leggings im USA-Banner-Look gepaart mit einem Stirnband im Leopardenlook zeichneten einen der beiden Gitarristen aus. Auffallen um jeden Preis schien das Motto der Hardrocker zu lauten. Dass sie mehr auf dem Kasten haben als nur schrille Outfits stellte das illustre Ensemble dann unter Beweis.

Das Feedback im Publikum schien durchweg positiv zu sein. „Wie geil ist das denn“, hieß es gleich mehrfach. Der „Leopard“ und sein Gefolge gaben alles. „Normalerweise machen wir 20-Minuten-Gigs“, erklärte das Trio, das sich nach Kräften bemühte, zwei Stunden ohne Pause bis elf Uhr durchzuhalten. Sie spielten, was sie kannten. Als am Ende noch Zugaben gefordert wurden, war klar: Die Jungs sind fertig für heute. Aber schön war’s.

Küntroper May Perlorama-Festival rockt die Scheune

Kurze Umbauphase, kleiner Soundcheck, dann gings weiter – mit den tiefenentspannten Ministern, die gleich mit Westernhagens Sexy dort weiermachten, wo die Reisegruppe zuvor aufgehört hatte.

„Kein Stress, eine kuschelige Familienparty“, bilanzierten die Gastgeber tags drauf. und freuten sich, ein paar neue Gesichter im Publikum erblickt zu haben – und Weitgereiste. „Selbst aus Hamburg ist jemand gekommen“, zollten die Küntroper Minister ihren Respekt.

May Perlorama, der fetzige Tanz in den Mai, hat mal wieder gerockt, die Fans guter Cover-Musik bis weit nach Mitternacht begeistert. Und irgendwie gleicht das kleine aber feine Festival wirklich einer Sause im Familienkreis – eine wunderbare Atmosphäre in der altehrwürdigen Scheune am Breitenbruch.

Von Markus Jentzsch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare