„Kultur live vor Ort“ in Neuenrade – Niveau nur mit Sponsoren haltbar

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David und Götz. OIhr Auftritt in neunerade wird von einem Sponsor übernommen.

Neuenrade -  Das Kulturprogramm in Neuenrade biete ein vielfältiges Angebot und „Kultur live vor Ort“ – Und das sei keine Selbstverständlichkeit, wie Monika Arens, Kulturbeauftragte der Stadtverwaltung, betonte.

Es sei sehr schwierig, ein derartiges Programm mit dem gegeben Budget zu stemmen. „Das geht nur mit Sponsoren“, weiß Arens.

Zu diesem Zwecke werden in jeder Saison vor allem Firmen angesprochen und mögliche Sponsoren gesucht. Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Josef Brockhagen, gehe bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich auf Sponsorensuche. „Man muss das auch können, muss die Firmen und Leute ansprechen und überzeugen. Das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl“, so Arens. „Das Geld muss schließlich erst einmal verdient werden. Einige der Sponsoren haben aber auch selbst Abonnements und einen Bezug zur Kultur.“

Dass Personen selbst kämen, um als Sponsoren zu agieren, sei zwar eher die Seltenheit, nun aber dennoch eingetreten: „Die Showpianisten ‘David und Götz‘ sind vergangenes Jahr in Neuenrade aufgetreten. Das hat einem der Besucher so gut gefallen, dass er gesagt hat, er übernehme die Kosten für die nächste Veranstaltung. Diese wird nun im März stattfinden.“ Es sei besonders außergewöhnlich, dass alle Kosten getragen würden, denn eine solche Veranstaltung liege schnell mal bei rund 10 000 Euro. Angebot und Aufwand müssen stimmen „Es ist oftmals sehr aufwendig, so etwas zu organisieren. In diesem Fall müssen zum Beispiel zwei große Flügel für die Pianisten transportiert werden“, sagte die Kulturbeauftragte. Der Aufwand sei es aber wert, wenn ein entsprechend außergewöhnliches Programmangebot zu Stande käme. „Wir sind sehr dankbar für jeden, der uns unterstützt. Nur durch sie können wir die Kultur auf diesem hohen Niveau halten – das muss also weiter laufen.“

Toll wäre ein Pool an Sponsoren, die regelmäßig spenden. Ähnlich, wie es in größeren Städten gängiger sei, ergänzte Arens. Das sei aber natürlich auch eine Frage der finanziellen Lage. Zur Zeit belaufe sich die Anzahl der Sponsoren auf rund zwei bis drei pro Saison. Dabei würden sowohl die Sponsoren als auch die Summen variieren. Es benötige aber durchaus viel, um die Veranstaltungen am Laufen zu halten.

Die wenigsten hätten eine Vorstellung, wie groß der Bedarf an Mitteln sei, der zur Realisierung solcher Angebote benötigt würde: „Man glaubt das gar nicht, aber die Kosten summieren sich – da kommen nicht nur Honorare, sondern auch Saalmiete, Brandsicherheitswache, Gema-Gebühren oder Tantieme, zusätzliche Technik und zahlreiche andere Nebenkosten zusammen.“ Daher seien nicht nur große Spenden gefragt – auch wenn die Beträge der Sponsoren kleiner ausfielen, könnten sie eine große Hilfe sein.

Es gebe zwar bereits interessierte Sponsoren, ob diese den Kulturbereich aber wirklich unterstützen würden, sei derzeit noch nicht sicher.

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