Kooperation zwischen Neuenrade und Werdohl soll ausgebaut werden

Industrie dominiert die „Bom“

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Armin Dzaferovic, Anja-Katrin Rammoser-Schriever, Christiane Frauendorf, Petra Seuster, Sandra Horny und Andreas Haubrichs informierten über die siebte „Bom“.

Neuenrade -„Die ,Bom' ist die beste Gelegenheit für Unternehmen, sich jungen Menschen vorzustellen und die Berufe, die man anbietet, attraktiver zu machen“ Am 21. September findet im Festsaal Riesei in Werdohl zum siebten Mal die „Bom“, die Berufsorientierungsmesse, für Schüler aus Werdohl, Neuenrade und Altena statt.

Nachdem die Anmeldefrist für Unternehmen nun abgelaufen ist, kann Andreas Haubrichs vom Stadtmarketing Werdohl 37 Unternehmen vermelden, die sich für die diesjährige „Bom“ angemeldet haben. „Es sind viele alte, aber auch neue Gesichter dabei. Wie in den vergangenen Jahren liegt auch diesmal wieder aufgrund der Anmeldungen der Unternehmen der Schwerpunkt auf der Industrie“, berichtet Haubrichs.

Insgesamt habe man sich mehr Aussteller aus dem Bereich des Handwerks oder des Einzelhandels gewünscht. Neben den industriellen Ausstellern als größte Gruppe werden auch Dienstleistungsberufe vorgestellt. „Das ist die zweit-größte Gruppe, die aber lang nicht so groß ist wie die der Industrie. Weiter werden Schulen und FH’s sowie Berufe aus der Pflege und Gesundheit vorgestellt“, sagt Haubrichs und fügt hinzu: „Aber nur sehr wenige.“

Jedoch sei laut Armin Dzaferovic vom Jobcenter Märkischer Kreis die Zusammenstellung der Aussteller ein repräsentativer Schnitt der Arbeitgeber in Neuenrade und Werdohl. „Die Industrie ist hier immer schon am stärkten gewesen“, stimmt Haubrichs zu.

In diesem Jahr wolle man Neuenrade als Kooperationspartner besonders präsentieren, betonen und ausbauen. Für die „Bom“ im Festsaal Riesei kooperieren viele Partner aus Werdohl und Neuenrade miteinander: So zum Beispiel die Stadt Neuenrade und die Stadt Werdohl, das Stadtmarketing aus beiden Städten, die Stadtbücherei und Zelius, die Agentur für Arbeit und die Schulen aus Neuenrade und Werdohl. Seit dem vergangenem Jahr ist auch die Richard-Schirrmann-Realschule aus Altena dabei. „Wir rechnen daher in diesem Jahr mit ungefähr 800 bis 900 Schülern, die zur „Bom“ kommen werden“, sagt Haubrichs. „Dieses Mal werden wir auch 20 bis 30 Flüchtlinge hinbringen“, fügt Sandra Horny, Leiterin der Stadtbücherei und Zelius, hinzu.

Die Erfolge der „Bom“ seien nicht von der Hand weisen. „Die Schüler bereiten sich mittlerweile wesentlich besser vor und haben einen Plan davon, wo sie hin wollen“, erläutert Christiane Frauendorf, Geschäftsführerin des Stadtmarketings Neuenrade. „Das war ein Entwicklungsprozess auf beiden Seiten. Die Schüler bringen gezielt Bewerbungen mit und die Arbeitgeberseite passt ihre Stände an, macht sie einladender, damit die Hemmschwelle sinkt, die Arbeitgeber anzusprechen“, fügt Dzaferovic hinzu.

So stehen an einigen Ständen mittlerweile auch Azubis. „Oft haben die Schüler nicht den Mut, den Arbeitgeber anzusprechen und wissen vielleicht auch nicht, wie sie das machen sollen. Aber wenn da ein Azubi am Stand steht, ist das vielleicht einfacher“, sagt Horny. Die offizielle Elternzeit gäbe es in diesem Jahr nicht mehr. Natürlich sind die Eltern trotzdem eingeladen, nachmittags vorbei zu kommen, um sich zu informieren. Allerdings darf dabei die Selbständigkeit der Schüler nicht auf der Strecke bleiben“, sagt Horny. Insgesamt sei die „Bom“ bereits eine etablierte Veranstaltung, für die sich auch Unternehmen von außerhalb interessieren würden.

„Wir haben einige Anfragen von Betrieben, die nicht aus Neuenrade und Werdohl sind. Wir wissen aber noch nicht, ob wir die mit reinnehmen können, da die Kapazitäten bereits jetzt knapp sind“, sagt Haubrichs.

Man würde seit einiger Zeit über einen Ortswechsel zugunsten der Attraktivität und der Kapazität sprechen, jedoch gäbe es laut Horny bis jetzt keine adäquate Lösung: „Der Kaisergarten ist zu klein und Turnhallen können wir nicht nutzen, ohne die Böden zu zerstören. Auf das Budget müssen wir dabei auch achten. Wir suchen weiter, da wir gerne noch mehr Aussteller aufnehmen würden.“

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