Kohlberg: Statements der Vorrangzonengegner

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Wilfried Bracht bei seinem Statement während der Bauausschusssitzung

Neuenrade - Wilfried Bracht, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerinitiative Rettet den Kohlberg erhielt gestern im Rahmen des Planungs- und Bauausschusses Gelegenheit, ein persönliches Statement abzugeben.

Bracht betonte zunächst, dass er nicht als Besserwisser auftreten wolle. Er bezifferte seinen möglichen persönlichen finanziellen Schaden durch den Bau etwaiger Windräder auf 25 000 bis 50 000 Euro durch prozentuale Immobilienwertminderung.

Er rechnete das ganze dann auch hoch auf Dahle („40 Millionen Euro Schaden, Neuenrade mit 60 Millionen Euro Schaden“ und für Evingsen sieht er noch einmal „zehn Millionen Euro Schaden“). Dazu zählte er noch einmal die Argumente auf, die gegen die Vorrangzone und den eventuellen Bau von Windenergieanlagen sprächen:

Eine nicht vorgeschädigte Landschaft werde ruiniert, ein Naherholungsgebiet werde vernichtet, gleiches gelte für die Rotmilan-Population. Unterm Strich bedeute das für Dahle, Evingsen und Neuenrade einen Attraktivitätsverlust, Gesundheitsgefahren, Gefährdung der Wasserversorgung Altenas und Neuenrades. Da frage er, ob es Sinn mache, die Vorrangzone zu beschließen.

Auch Bernhard Peters (FWG) verlas noch einmal ein Statement gegen die Vorrangzone. Er verwies auf die sachlichen Bedenken der Stadt Altena bis hin zu SGV, betonte, dass durch die Windindustrie die Lebensqualität der Bürger beeinträchtigt werde, verwies nochmal auf den Erholungswert des Kohlbergs für die Neuenrader und erwähnte unüberschaubare gesundheitliche Risiken durch Windenergieanlagen, die dort entstehen könnten. Nur die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit könne verhindern, dass aus dem Naherholungsgebiet Kohlberg ein Windindustriegebiet entstehe – in Affeln habe die CDU es doch auch verhindern können.

Ähnlich äußerte sich Detlef Stägert (FWG). Er stellte nochmal plastisch dar, dass auf dem Kohlberg sechs Windräder von den Ausmaßen von sechs Dortmunder Florianstürmen entstehen würden. Das gelte es zu überdenken.

Über das Engagement der FWG-Ausschussmitglieder für den Kohlberg hatte der Bündnisgrüne Ulrich Naumann noch eine Bemerkung parat: Diesen Einsatz für den Naturschutz in Sachen Kohlberg, den würde er sich von der FWG auch gegen die geplante Ortsumgehung wünschen... .

 Bauamtsleiter Marcus Henninger brachte noch einmal eine Zahl ins Spiel. Er verwies auf die drohende Verspargelung Neuenrades ohne substanzielle Vorrangzone. Die Bezirksregierung sehe das Potenzial für Windenergie in Neuenrade bei einer Fläche von 680 Hektar (auf Basis des Planentwurfs). Die Vorrangzone auf dem Kohlberg, welche die Verspargelung verhindern solle, hat nur rund 80 Hektar. Heute ist die Angelegenheit mit der Vorrangzone auf dem Kohlberg noch einmal Thema im Rat J vdB

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