Kinder werden zu kleinen Wetterforschern

Hochkonzentriert haben die Wetterforscher kleine Sonnen gebastelt. Im Hintergrund steht die Wetteruhr – die haben die Kindergarten- und Grundschulkinder zusammen gestaltet. ▪

NEUENRADE ▪ Vorsichtig taucht Ben die Flasche mit der blauen Flüssigkeit ins Wasserbecken. „Jetzt kommt die Farbe daraus“, sagt er und sieht zu, wie diese langsam durch den Strohhalm aufsteigt.

Ben ist Wetterforscher. Ganz offiziell. Zusammen mit den acht anderen Maxikindern aus der Kindertageseinrichtung Wirbelwind und neun Burgschulkindern nimmt er an einem ganz besonderen Projekt teil. Das hat die angehende Erzieherin Kristina Wendland, die zurzeit ihr Anerkennungsjahr im Wirbelwind absolviert, gemeinsam mit der Lehramtsanwärterin Annika Stegemann entwickelt. „Bei dem Projekt steht sowohl die naturwissenschaftliche Arbeit mit Kindern im Fokus, aber auch die Kooperation und die Kommunikation zwischen Grundschul- und Kindergartenkindern“, erklärt Kristina Wendland. Gerade Kinder im Vorschulalter seien besonders lernfähig und wissenshungrig. Diese Tatsache nutzen die beiden jungen Frauen für die Vermittlung von naturwissenschaftlichem Wissen. „Das sollte unbedingt zur Vorschulerziehung und zum Unterricht der Schulen gehören“, meint Stegemann.

Hier finden Sie weitere Bilder der kleinen Forscher:

Kinder experimentieren

An insgesamt drei Tagen haben die Kinder jede Menge Experimente durchgeführt. Sie haben Regen gemacht, ihn gefühlt. Und eine Wetteruhr haben die Mini-Forscher gebastelt – mit ihr können sie täglich das aktuelle Wetter einstellen. „Und was bekommen Forscher, wenn sie etwas herausgefunden haben?“, fragt Kristina Wendland, als die 18 Teilnehmer im Stuhlkreis zusammen sitzen. „Eine Urkunde“, sagt Ben. Ganz genau. Ab sofort sind er und die anderen ganz offiziell Wetterforscher. ▪ Lisa-Marie Weber

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