Keine Buslinie über den Kohlberg

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Es wird keine Buslinie über den Kohlberg geben.

Neuenrade - Nicht erfreut seien die Bürgermeister gewesen angesichts der Tatsache, dass man seitens der MVG nicht gewillt ist, dem Ansinnen der Stadtoberhäupter von Altena und Neuenrade zu entsprechen und eine direkte Busverbindung von Neuenrade nach Altena über den Kohlberg einzurichten, sagte MVG-Bereichsleiter Peter Bökenkötter. Das würde den Fahrschülern aus Neuenrade jeden Tag eine ganze Stunde Zeit ersparen.

Bislang müssen sie mit dem Bus die Serpentinen hinunter nach Werdohl fahren, dort auf Bahn oder Bus umsteigen und dann das Lennetal entlang bis zur Altenaer Innenstadt fahren. Die Neuenrader Fahrschüler hätten eine „ausreichende Verkehrsanbindung“, sagte MVG-Bereichsleiter. Und das sehe auch die Kreisverwaltung so, mit der man sich eng abstimme.

Dementsprechend wird wohl auch die Verwaltungsvorlage für den Kreistag für den Strukturausschuss des Kreistages formuliert, welcher eine Beschlussempfehlung für den Kreistag fassen muss. Dass es eine Kooperation der Neuenrader Hönnequellschule mit dem Burggymnasium gibt, die sich erstmals im neuen Schuljahr auswirken wird, dass es die Waldorfschule mit kontinuierlich steigenden Schülerzahlen gibt, dass die Zeitersparnis für die Schüler mit einer guten halben Stunde pro Schulweg erheblich ist, dass darüber hinaus historische Verbindungen zwischen Dahle und Neuenrade bestehen und ohnehin viele Dahler/Evingser in Neuenrade einkaufen, spielt bei den Überlegungen wohl keine Rolle.

Keine Symbole schaffen Bökenkötter sagte zudem, dass man „keine Symbole schaffen“ wolle, um nicht Begehrlichkeiten bei anderen Kommunen zu wecken. So bleibt die Entscheidung eben beim Kreistag, der den Nahverkehrsplan, in dem die bisherigen Linien eingearbeitet sind, für die kommenden fünf Jahre absegnen muss.

Nicht in der Lage ist man zudem, seitens der betroffenen Kommunen Geld für die zusätzliche Verbindung beizusteuern, hieß es aus dem Neuenrader Rathaus.

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