Autosammler aus Leidenschaft

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Karl-Ludwig Michels, Verkehrsleiter der Michels-Touristik, besitzt mehr als 500 Miniatur-Busse, Lkw, Pkw, Motorräder und Oldtimer.

Altenaffeln - Karl-Ludwig „Lutz“ Michels ist Verkehrsleiter der Michels-Touristik. Wer ihn besucht, der kann an seinem Hobby nicht vorbeischauen. Fein säuberlich aufgereiht hat er in seinem Büro mehr als 500 Modellautos in Vitrinen stehen: „Natürlich sind das überwiegend Busse“, blickt er zufrieden über seinen Miniatur-Fahrzeugpark aus Hartplastik und Metall.

Die Sammelleidenschaft ist bei „Lutz“ Michels, der das Unternehmen in dritter Generation führt, kein Zufall. Immer dann, wenn vor fast einem halben Jahrhundert der Magirus-Vertreter bei den Michels in Altenaffeln einen neuen Bus verkaufen wollte, dann hatte er für den kleinen „Lutz“ („Den Vornamen Lutz habe ich mir selbst gegeben, weil der andere zu lang war und mir nicht so richtig gefallen hat“) ein Geschenk dabei. „Das war ein Lkw, ein Auflieger mit Holzstämmen“, zeigt er sich nach wie vor stolz auf sein erstes Modellauto.

Diese Sammelleidenschaft entwickelte sich im Laufe der Jahre, Hersteller von Reisebussen und Lkw überreichten ihm ihre neuen Fahrzeugtypen im Miniformat. Zum Geburtstag und anderen Festlichkeiten gab es für Michels aktuelle Modellautos. Aus den anfänglichen zwei, drei Bussen und Lkw im Modellformat wurden mehr als 500, die fein säuberlich aufgereiht hinter abgeschlossenen Schrankscheiben stehen und einst bei den Herstellern von Modellautos produziert wurden. Auch nach Jahren wird der Fahrzeugpark, den er wie einen Schatz hütet, jährlich aufgestockt. Michels setzt sich bei den Neuzugängen eigene Maßstäbe: „Höchstens fünf Neue kommen dazu. Ich mache nicht auf Masse!“

Ein Blick in die Vitrinen genügt: Karl-Ludwig „Lutz“ Michels sammelt leidenschaftlich gern Modellautos.

Was in den Vitrinen ausgestellt ist, könnte auch in einem Fachgeschäft stehen. Busse aller Fahrzeuggenerationen sind ebenso zu sehen, wie Lastkraftwagen, Pkw, Motorräder oder auch Oldtimer. Zu jedem Modell liefert Michels einige Inforamationen. Geht es um Busse, werden die Infos umfangreicher, Sitzplätze, PS-Zahl und technische Neuerungen sind inklusive. Fast alle eingesetzten Busse der MVG sind in den Vitrinen als Miniatur-Modelle zu finden, selbst einstige Busveteranen des MVG-Vorgängers, Mark Sauerland, sind vorhanden. Typengemäß werden fachliche Hinweise gegeben, angefangen vom einstigen Omnibus „O 3000“ über den moderneren „O 302“ bis hin zum „Tourismo“ von Mercedes.

Seit 40 Jahren arbeitet Karl-Ludwig Michels in dem Unternehmen, das 1929 von seinem Großvater Ewald Michels gegründet wurde und dessen Kerngeschäft mehr der Lkw-Transport war. Bis 1978 hatte das Unternehmen Michels einen Lkw in seinem Fuhrpark, danach wurde ganz auf Busse umgestellt.

Auf seine Modellautos ist Karl-Ludwig Michels stolz und verweist dann auf seine von der SIHK ausgestellte Urkunde, auf der „....die Bescheinigung der fachlichen Eignung für den Personenkraftverkehr“ zu lesen ist. Und dann schmunzelt „Lutz“ Michels, „...weil das auch für die Modellautos Gültigkeit hat.“ Zum Schluss holt er einen „Anderthalbstöckigen“ hervor und weist darauf hin, dass „die Gelenkbusse nach wie vor fahren“ – und parkt seine Schätzchen wieder liebevoll in der Vitrine.

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