Kaisergarten: Aufarbeitung und Stabilisierung der Balken

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An den Aufliegepunkten sind die Balken arg in Mitleidenschaft gezogen worden.

Neuenrade - Ein wenig gruselig ist es schon, wenn der unbedarfte Beobachter die angefaulten Balken sieht: Bröselig-braun an den Aufliegepunkten des Kaisergartendaches dokumentieren sie, was Kondenswasser anrichten kann.

 Jetzt muss das Kaisergartendach aufwändig saniert werden (wir berichteten). Für die Erneuerung der Dachkonstruktion (mit Stützen oder eben freitragender Stahlkonstruktion) wird derzeit die Ausschreibung von der Kaisergarten GmbH vorbereitet. Fleißig mit der Reparatur und Verstärkung der maroden Balken ist allerdings Fachmann Frank Herber (Bedachungen und Bau-Klempnerei) und meist fünf seiner Mitarbeiter befasst.

 Seit Dezember bereits sind die Fachleute witterungsabhängig im Einsatz. Der Materialeinsatz ist dabei enorm. Weit mehr als 200 Brettschichtholzbalken werden dabei an die vorhandenen Balken geschraubt und auch dazwischen montiert. Die Montageschrauben dafür sind besonders lang. „Eine Sonderanfertigung“, erläuterte gestern Frank Herber. Die vermoderten Stellen an den vorhandenen Balken werden dabei geschält und noch speziell behandelt. Ist das alles erfolgt, werde das Dach mit Vollholz-Schalbrettern zugemacht.

 Wie Marcus Henninger, Bauamtsleiter und technischer Geschäftsführer der Kaisergarten GmbH erläuterte, würden sich diese vorbereiteten Arbeiten bis Mitte Mai hinziehen. Danach komme die Dacheindichtung – ob Bitumen oder Foliendach, stehe eben noch nicht fest. Sicher ist, dass das Dach dann auch für entsprechende Schneelasten – wie nach der Katastrophe von Bar Reichenhalle erforderlich – ausgelegt ist. Insgesamt kostet die Sanierung wohl um die 300 000 Euro, zehn Jahre nach Neubau und Ablauf aller Gewährleistungspflichten.

Von Peter von der Beck

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