Juristisches Nachspiel für Unfallfahrt nach Party in Affeln

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Symbolbild Justiz

Neuenrade/Affeln - War Glatteis oder die alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit eines 24-jährigen Autofahrers schuld an einem Unfall zwischen Affeln und Küntrop, bei dem glücklicherweise niemand schwer verletzt wurde?

Angesichts der Schwierigkeiten, diese Frage eindeutig zu beantworten, wurde ein Strafverfahren gegen den Fahrer im Amtsgericht Altena vorläufig eingestellt. Im Gegenzug erklärte sich der Angeklagte mit der Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 500 Euro einverstanden.

Am 5. März, dem Abend vor dem Unfall, hatten alle drei Insassen des Autos auf der Party „Just dance“ in der Affelner Schützenhalle ordentlich gebechert. Anschließend hatte man „zwei, drei Stunden“ in Affeln geschlafen und kam dann auf die merkwürdige Idee, in Altena weiterzufeiern. Gegen 5.55 Uhr kam der 24-Jährige von der Fahrbahn ab, das Fahrzeug durchbrach einen Zaun, überschlug sich und landete auf einem Grundstück neben der Straße. Er habe erst beim Bremsen gemerkt, dass es glatt war, erinnerte sich der Angeklagte.

Seine Mitfahrer berichteten allerdings, dass oben in Affeln sogar ein wenig Schnee gelegen habe. Nach dem Unfall rief der Unglücksfahrer selbst die Polizei. Eine entnommene Blutprobe ergab um 7.18 Uhr einen Wert von 0,6 Promille. Daraufhin beschlagnahmten die Beamten den Führerschein des jungen Mannes.

Die übliche Zeitdauer des Entzugs der Fahrerlaubnis nach einer fahrlässigen Trunkenheitsfahrt wäre ein Monat gewesen. Gut fünf Monate waren es jedoch geworden. So erklärte sich der Angeklagte bereit, auf eine Entschädigung zu verzichten und erntete im Gegenzug die Einstellung des Strafverfahrens gegen eine moderate Geldauflage. Den Führerschein gab es noch im Gerichtssaal zurück.

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