Jugendliche produzieren selbstständig zweiminütige Stop-Motion Filme

Schüler im Regiestuhl

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Mit Naturmaterialien, Knete, Karton und Playmobil-Figuren bastelten die Schüler der Hönnequell-Schule die Sets für ihre Stop-Motion-Filme.

Neuenrade - Und: Action! Star Wars im Neuenrader Wald, ein legendäres Fußballspiel im Waldstadion und kriminelle Machenschaften im Stadtpark - im Rahmen des Kultur-und-Schule-Projektes schufen zwölf Schüler der Trick-Film-AG der Hönnequell-Schule ihre eigenen kleinen filmischen Werke.

„Die Filme müssen immer einen Bezug zu Neuenrade haben“, erläutert Kulturpädagogin Kathrin Volkmer, die den Jugendlichen während des gesamten Projekts helfend zur Seite stand. In drei Teams haben die Schüler der fünften und sechsten Klasse in bisher acht Treffen von der Idee über das Storyboard bis hin zum Dreh und Schnitt der durchschnittlich knapp 2-minütigen Stop-Motion Filme selbstständig gearbeitet. „Es war mir wichtig, mit möglichst einfachen Mitteln zu arbeiten“, beschreibt Volkmer den Arbeitsvorgang. So haben die Schüler aus Knete, Naturmaterialien und Playmobil-Figuren die Sets gebaut und in einfachen Umzugkartons, die zur Blackbox umfunktioniert wurden, die Szenen in Kleinstarbeit selbst ausgeleuchtet und abfotografiert. Die Film-Crew von „Jan schnieft“ - ein Drogenkrimi mitten in Neuenrade - nutzte Taschenlampen nicht nur zur Beleuchtung sondern auch für Lichteffekte, um die Scheinwerfer eines Polizeihubschraubers zu simulieren.

Die größte Schwierigkeit beim Dreh bestand darin, dass die Figuren in den Sets von Foto zu Foto nur minimal verändert werden durften, um im fertigen Film möglichst natürliche Bewegungen zu garantieren.

„Auch die Bearbeitung der Bilder und der Zusammenschnitt der circa 160 Fotos zu einem halbwegs flüssigen bewegten Bild ist nicht einfach“, bemerkt Volkmer. Man müsse passende Bilder auswählen und fehlerhafte aussortieren, sie in die richtige Reihenfolge bringen und mit Musik und Soundeffekten unterlegen. Auch das Bearbeitungsprogramm sei Neuland und daher schwer zu bedienen.

Zu dem Projekt gehört daneben die Erstellung von Filmplakaten und eine Vorführung der Filme am Ende des Schuljahres im Rahmen einer großen AG-Präsentation.

„Die Film-AG ist einer von drei Bausteinen des Landesprogrammes „HOME_MADE“. Es gibt ausserdem noch eine Theater-AG, die sich mit Improvisationstheater beschäftigte und eine Foto-AG, die bereits eine Ausstellung von Neuenrader Motiven im Rathaus hatte“, so Volkmer. Das Team von „Eine Fußballlegende“ hatte viel Spaß an dem Projekt. „Ich würde das auf jeden Fall auch in meiner Freizeit machen “, berichtet Mira (12).

„Es hat auch Spaß gemacht, sich die Geschichte auszudenken. In unserem Film geht es um ein paar Mädchen, die die Jungs auf dem Schulhof zu einem Fußballspiel herausfordern, nachdem diese behauptet hatten, dass Mädchen nicht Fußball spielen könnten“, erzählt Nazlian (12). „Die Mädchen gewinnen natürlich“, bemerkt Dilara (12) , deren Idee es war, Jungs gegen Mädchen antreten zu lassen. Und: Cut!

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