SPD fordert Überprüfung des Wiegesystems

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SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Wette ehrte Monika Schneck im Rahmen der Jahreshauptversammlung für ihre langjährige Mitgliedschaft.

Neuenrade - Es war eine Sitzung, in der keine Wahlen, sondern vielmehr die aktuelle Politik auf der Tagesordnung stand. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der SPD Neuenrade wurde zudem Monika Schneck für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Etwa 50 Mitglieder gehören den Neuenrader Sozialdemokraten an, die sich über junge Leute freuen würden, die Spaß an Kommunalpolitik hätten. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte Fraktionsvorsitzender Thomas Wette. „Wahrnehmbarer“ soll die Politik werden. Die SPD habe zwar bisher viel für Neuenrade angestoßen, aber letztendlich nichts entscheiden können: „Wir sind leider keine Mehrheitspartei.“ Wette sieht seine Partei jedoch in einigen Fragen als Motor der Stadt. Er fragt sich, warum viele verfügbare Gelder nicht abgerufen würden – so könne manches besser laufen. Es könne nicht alles ehrenamtlich geregelt werden, wie etwa die Integration der Flüchtlinge. „Die VHS kann hierfür Weiterbildungen anbieten“, so Wette.

Ehrung

Eine Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD-Neuenrade erhielt Monika Schneck. Ihre politische Karriere im Rat begann am 30. September 1979 mit einem Direktmandat, danach folgten drei Legislaturperioden im Rat. In dieser Zeit gestaltete sie auch als stellvertretende Bürgernmeisterin sowie ein Jahr als Fraktionsvorsitzende das politische Geschehen mit. All dies war Grund für die Ehrung während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch durch den Vorsitzenden Thomas Wette.

Ulrike Wolfinger, Fraktionsvorsitzende und Kreistagsmitglied, betonte, dass die Sozialdemokraten mit der von ihnen angestoßenen Nachbarschaftskampagne, mit der Menschen ins Gespräch kommen sollen, auf dem richtigen Weg seien. Aus dem Kreistag berichtete sie, dass für das angedachte Feuerschutz- und Rettungsdienstzentrum der Bereich MK-Mitte/Süd favorisiert würde. In der Diskussion sei die Zukunft des noch bis 2010 laufenden Vertrags mit der Müllverbrennungsanlage-Iserlohn – der A45-Masterplan sehe eine Planung bis 2028 vor. Rote Zahlen schreiben der ÖPNV und die Klinken.

In Neuenrade, so der Vorsitzende, werde im Herbst über die Zukunft der Müllentsorgung entschieden. Die SPD fordert, dass die Stadt das Wiegesystem noch einmal überprüft und nach günstigeren und gerechteren Alternativen für die Bürger sucht, erklärte Ulrike Wolfinger auf Nachfrage. Einen entsprechenden Antrag stellt die SPD im Rahmen der Sitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke am 18. Mai.

In Küntrop befindet sich nach wie vor eine Baustelle. Die Garbecker Straße ist zwar wieder freigegeben, die Schrankenanlage am Haltepunkt-Küntrop sei aber noch nicht bahntechnisch abgenommen. Die DB befinde sich in der Pflicht zur Freigabe, sagte Witte, doch sie bewege sich nicht. Eventuell könne in etwa zwei Monaten mit freier Durchfahrt gerechnet werden. Über den Stand des Windparks berichtete Frank Bäcker aus dem Ausschuss, dass dieser am „Drei-Länder-Eck“ mit sechs Windrädern (jeweils 3000 Kilowatt) angelegt wird.

Von Julius Kolossa

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