Neuenrader Schützen mit neuem Fest zufrieden

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Der aktuelle Vorstand der Schützengesellschaft rund um Schützenoberst Björn Sip blickt entspannt in die Zukunft.

Neuenrade - „90 Prozent sind gut gelungen“, resümierte der Vorsitzende der Neuenrader Schützengesellschaft (NSG), Björn Sip, am Freitag anlässlich der Jahreshauptversammlung des Vereins im Kaisergarten. In diesem Jahr hatten die Grünröcke erstmals ein modernisiertes Schützenfest durchgeführt.

Sie verabschiedeten sich etwa vom Festmontag und veranstalteten ein Kinderschützenfest. „Es war ein riesiger Erfolg“, erklärte Sip. Eine Wiederholung des Schützenfestes für die kleinen Gäste sei damit unvermeidlich. Der Samstagabend mit den Amigos habe sich ebenfalls zu einem Höhepunkt des vergangenen Festes entwickelt. 2500 Besucher seien zum Auftritt der Band aus Garbeck in das Neuenrader Zelt gekommen.

Das veränderte Schützenfest habe sich so schon im ersten Jahr bewährt, verdeutlichte der Presseoffizier und Zweite Vorsitzende Domenic Troilo. Um den Verein weiterhin zukunftsfähig zu halten, sei das die einzige Möglichkeit gewesen. „Sonst hätten wir ernste Probleme bekommen“, betonte Troilo weiter. Der Umbruch im Verein scheint jedoch zu gelingen, strukturell wie finanziell. 

Kassierer Peter Petzold konnte Erfreuliches über den Kassenstand berichten, der im Vergleich zum vergangenen Jahr verfünffacht worden sei. Diesen finanziellen Aufschwung habe man dem verkürzten Fest, vielen Sponsoren und konsequenten Einsparungen zu verdanken. Außerdem habe sich der diesjährige Festwirt bislang als zuverlässiger Partner bewiesen, der vom Neuenrader Fest begeistert sei. „Er ist zufrieden und kommt gerne wieder“, sagte Sip. 

Für ihre lange Mitgliedschaft wurden Stefan Hilleke, Ulrich Klaucke, Hans Joachim Schmidt, Paul Schmidt, Klaus-Dieter Stoll (40 Jahre), Frank Duve, Dagmar Kaminski, Kai Tripke (25 Jahre) geehrt.

Und eines wurde während der Versammlung klar: Die Neuenrader Schützen blicken wieder positiv und entspannt in die Zukunft und können sich so kommenden Herausforderungen stellen. Zwar sei der Schießstand erneut für vier Jahre abgenommen worden, es kämen jedoch einige, zum Teil kostenintensive Renovierungsarbeiten auf den Verein zu. Außerdem habe man mit der Bürokratie und immer neuen Auflagen zu kämpfen.
 
Der Vorstand wurde dabei in seiner Arbeit bestätigt. Sowohl Björn Sip als auch Domenic Troilo wurden wiedergewählt. Kompaniechef Stefan Janikowski und Kassenprüfer Volker Riecke bleiben der NSG ebenfalls erhalten. Rolf Gröning wurde als Schießoffizier nach zwölf Jahren im Amt verabschiedet, seine Nachfolge tritt Markus Schwarzer an. 

Die größte Überraschung gab es auf der Position des Adjutanten. War der bisherige Amtsinhaber Frank Seidel vom Vorstand zur Wiederwahl angedacht worden, schlug der ehemalige Schützenoberst Klemens Brockhagen als Gegenkandidaten Olaf Neumann vor. „Ein neuer Vorsitzender braucht einen neuen Adjutanten“, erklärte Brockhagen, der Seidel seinerzeit zu seinem Begleitoffizier gemacht hatte, seine Intention. Neumann zeigte sich sichtlich überrascht vor der Nominierung, wurde aber von der Versammlung mit knapper Mehrheit gewählt.

Außerdem wurden einige Schützen in den Beirat gewählt und somit zu Offizieren erkoren. Florian Gembalczyk, Christoph Brockhagen und Jens Gaude dürfen nun Uniform tragen.

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