Jahreshauptversammlung des DRK / Einnahmen sinken

DRK: Immer weniger Mitglieder 

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Christina Schmidtlin wurde an dem Abend verabschiedet.

Neuenrade - Dr. Rafaela Wingen bleibt Vorsitzende des Neuenrader Ortsvereines des Deutschen Roten Kreuzes. Probleme bereiten allerdings die Finanzen – da sieht es nicht rosig aus. Und das nicht nur aufgrund sinkender Mitgliederzahlen.

22 dieser Mitglieder waren am Dienstagabend anwesend bei der Mitgliederversammlung in der DRK-Begegnungsstätte – aufgrund der jüngsten Schwangerschaft der Vorsitzenden die erste nach zwei Jahren. 

Wingen hielt dann zunächst auch ihren Rechenschaftsbericht. Sie rückte vor allen Dingen das Thema Flüchtlinge und das Tornister-Projekt, bei dem jeder bedürftige Grundschüler einen Ranzen vom DRK erhält, noch einmal ins Rampenlicht. 

Rechenschaftsbericht für die Sozialarbeit 2015

Auch erinnerte die Vorsitzende an die Renovierung der Hälfte der Fenster in der Begegnungsstätte sowie an die Umzüge der Blutspende-Termine in Affeln sowie des Kleiderladens. Dieser verzeichnet an seinem neuen Standort übrigens doppelt so viele Besucher. Das teilte dann Maria Brockhagen im Rechenschaftsbericht für die Sozialarbeit 2015 mit. 

Weiter verriet die Rote-Kreuz-Leiterin, dass es im vorigen Jahr 1097 Blutspenden in Neuenrade und 324 in Affeln gegeben habe – und somit insgesamt 50 Erstspender. Das DRK verfüge aktuell über 125 ehrenamtliche Helfer. Brockhagen sagte weiter: „Die DRK-Tanzgruppe hat sich wieder gefestigt.“ 

Die Spielgruppe treffe sich unterdessen jeden Dienstag, Freitag und Sonntag in der Begegnungsstätte am Stadtgarten. Außerdem hätten die Rotkreuzler im vorigen Jahr angefangen, jedes halbe Jahr einen Filmabend mit alten Klassikern zu veranstalten. 

Besorgniserregende Bilanz

Es folgte der Kassenbericht von Christof Bergmann. Er bilanzierte „eine schwarze Null“ für den Berichtszeitraum. Sein Ausblick war hingegen düsterer: Weniger Beiträge aufgrund sinkender Mitglieder-Zahlen, geringere Einnahmen bei den Blutspende-Terminen aufgrund weniger Spender und der Wegfall der Straßensammlung führten zu der besorgniserregenden Bilanz. 

Konkret lag die Zahl der Mitglieder des DRK-Ortsvereins Ende 2014 noch bei 440, zwölf Monate später bei 418 und aktuell bei 398. Folglich wurde bei der Mitgliederversammlung auch der Mindestbeitrag von 20 auf 30 Euro erhöht. Außerdem wurde beschlossen, dass dieser Mindestbeitrag nicht nur – wie bisher – für neue Mitglieder, sondern auch für Alt-Mitglieder gelten solle. 

Nicht erneut kandidiert

Bei den folgenden Vorstandswahlen wurde zunächst die Vorsitzende Rafaela Wingen im Amt bestätigt und danach ihre Schwester Kim Anna Schwabbauer als Beisitzerin neu gewählt. Schwabbauer war zuvor bereits Blutspende-Beauftragte in Affeln. Ihre Vorgängerin als Beisitzerin war Inge Wegener, die nicht erneut kandidierte. 

Die Vorsitzende Wingen verabschiedete Wegener, die 45 Jahre lang für das DRK tätig war. 1971 begann sie als Fahrerin beim seinerzeitigen Essen auf Rädern - einem Angebot, welches Wegener ab Mitte der 80er-Jahre verantwortlich leitete. Zuletzt hatte sie lange Jahre im DRK-Vorstand gewirkt. 

Die Ortsvereins-Vorsitzende ehrte dann noch zwei verdiente Mitglieder: Elfriede Moosche ist seit 20 Jahren Küchenkraft bei den Aktionen des DRK – auch im Rahmen von Gertrüdchen und Schützenfest. Ebenfalls seit zwei Dekaden tätig ist Christa Schmidlin – und zwar als Übungsleiterin bei der Seniorengymnastik. Außerdem unterstützt sie das Blutspende-Team.

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