Innenanstrich

Innensanierung der Kirche hat begonnen

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Mit dem Hubsteiger fährt Malermeister Stefan Rüggeberg acht Meter hoch – bis an die Decke der katholischen Kirche. So kommen die Maler auch an die Decke und Wände, um sie abzuspritzen und zu reinigen.

Neuenrade - Der Altar ist weg und es gibt auch keine Bänke mehr – die katholische Kirche St. Mariä ist komplett leer geräumt.

35 fleißige Hände haben die Kirche vorab ausgeräumt. Seit Montag arbeiten die Handwerker des Malerbetriebs Maler Maus in dem Innenraum der Kirche.

Der Holzboden ist abgeklebt, die Kirche steht komplett leer. Lediglich die Arbeitsgeräte der Handwerker von Maler Maus aus Werdohl stehen in dem riesigen Raum – Nass-Sauger, Spritzgeräte und zwei Hubsteiger.

Mindestens vier Wochen, mit kurzen Unterbrechungen, werden die Männer mit den Arbeiten im Innenraum der Kirche beschäftigt sein. Immer fünf bis sechs Personen arbeiten gleichzeitig in der Kirche. Sie spritzen die Wände und Decke ab und befreien sie vom Ruß der Kerzen, der sich über die Jahre dort angesammelt hat.

Ein Blick von oben in die Kirche: Hubsteiger, Spritzgeräte und Nass-Sauger sind seit Montag im Einsatz.

Andere sind dabei, alles gründlich zu reinigen – „mit Bürsten, Reinigungsmitteln und klarem Wasser“, sagt Malermeister Stefan Rüggeberg. Bevor es dann weitergehen kann, muss erst einmal alles gut trocknen. Im Anschluss tragen sie eine Silikatgrundierung auf Decke und Wände auf. „Dann wird gestrichen und geschichtet“, sagt Rüggeberg.

Für die Sanierungsarbeiten in den Vertiefungen an den Wänden im Altarbereich werde eine Sondertechnik angewandt, um Muster und Struktur zu bekommen. Um die Holzböden kümmere sich zwischendurch eine andere Firma, sagt Rüggeberg. Wie schnell sie vorankommen, hänge auch von der Feuchtigkeit ab. Denn die Grundierung müsse ausreichend trocknen. Dazu seien nicht nur Heizlüfter notwendig, sondern man müsse auch die Wärme in die Kirche bekommen. Deshalb müsse auch der Heizungsbauer zwischendurch in die Kirche, so Malermeister Rüggeberg weiter.

Um die Kirche sanieren zu können, hatte die Gemeinde jahrelang gespart. Die Verantwortlichen hatten verschiedene Aktionen organisiert, um so Geld für den Innenanstrich zu sammeln. Vom Sponsorenlauf über das Benefizkonzert bis hin zu Spendenaufrufen die Gemeinde hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um die teuren Sanierungsarbeiten zu finanzieren.

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