Großartiger Theaterabend

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Ein großartiges Ensemble brachte den Kino-Erfolg „Honig im Kopf“ auf die Bühne des Kaisergartens(v. l.): Anne Bedenbender, Achim Wolff, Astrid Kohrs und Karsten Speck gaben Szenen wieder, die wie aus dem Leben gegriffen wirkten.

Neuenrade - „Wie fühlt sich das eigentlich an, Opa – das Alzheimer?“, fragt Tilda ihren Opa Amandus. Dieser antwortet: „Wie Honig im Kopf, so ganz verklebt.“ Die Tragikomödie von Florian Battermann – basierend auf dem gleichnamigen Film – wurde am Samstagabend im ausverkauften Kaisergarten aufgeführt: ein Theaterstück voller Emotionen und eine Achterbahn der Gefühle, die auf sehr gelungene Weise traurige mit lustigen und tiefsinnigen Momenten verbindet.

Die Geschichte handelt von Großvater und Lebemann Amandus Rosenbach (gespielt von Achim Wolff), der bislang das geschätzte und humorvolle Familienoberhaupt war. Doch plötzlich erkrankt er an Alzheimer und sieht die Welt nur noch aus den Augen eines Kindes. Es scheint, als könne nur seine Enkelin Tilda ihn verstehen und mit ihm umgehen, da sie seine Bedürfnisse ernst nimmt und darauf eingeht.

Sie verliert dabei niemals die Ernsthaftigkeit der Krankheit aus den Augen und macht sich zusammen mit dem Opa auf den Weg nach Venedig, um alte Erinnerungen aufleben zu lassen, nachdem die Eltern sich dazu entschlossen hatten, den Opa in ein Pflegeheim zu geben.

Venedig war Ziel der Hochzeitsreise von Amandus und seiner verstorbenen Margarete. Der erneute Weg dorthin gestaltet sich sehr chaotisch, spannend und abenteuerlich, doch die Enkelin und der Großvater erreichen das ersehnte Ziel.

Das Publikum konnte sich der mitreißenden Wirkung des Stückes nicht entziehen. Von der einen Sekunde auf die andere wechselten oft die Stimmungen: Trauer, Angst, Spaß, Zuversicht. Die Schauspieler agierten sehr authentisch.

So zog Hauptdarsteller Wolf die Zuschauer in seinen Bann. Er spielte Situationen nach, die so manchem nicht unbekannt waren. Aber auch Anne Bedenbender (Tilda), Astrid Kohrs und Karsten Speck überzeugten als Familienangehörige, die immer wieder versuchten, Herr der Lage zu werden.

Belohnt wurden sie alle mit einem großen Applaus. „Tolle Schauspieler, authentisch gespielt und schöne Umsetzung des Stückes“, waren so auch Stimmen der Zuschauer.

Die Youth-Vips saßen bei der eindrucksvollen Theateraufführung wieder in der ersten Reihe sitzen – und auch nach der Vorführung hinter der Bühne den Stars Fragen stellen.

Wieder in der ersten Reihe saßen die Youth-Vips. Dieses Angebot wird bei den Kulturveranstaltungen im Kaisergarten von Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren angenommen. Der Vorsitzende des Jugendforums Wolfgang Schulte und Helfer Jonathan Bethke begleiteten die Jugendlichen.

Im Anschluss an das Theaterstück durften sie die Schauspieler treffen und ihnen Fragen stellen.

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