Hoffen auf Crowdfunding - Hilfe für Theaterprojekt der Waldorfschule

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Marc Kostewitz, Karl-Michael Dommes.

Neuenrade - In der Freien Waldorfschule Neuenrade kommt dem Thema Theater, Präsentation und die Fähigkeit sich selbst darzustellen eine wichtige Rolle zu. Es ist sogar Unterrichtsfach.

Dazu ist eine möglichst professionelle Bühne wichtig. Viel hat hier die Schule mit Eigenmitteln und Eltern-Mithilfe geleistet. Gleichwohl kann eine Professionelle Ausrüstung nicht ersetzt werden. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben die Verantwortlichen der Waldorfschule hier ein sogenanntes Crowdfunding-Projekt initiiert. 3000 Euro will die Schule für die Theaterarbeit innerhalb von 90 Tagen sammeln. Die Plattform dazu liefert die Volksbank im Märkischen Kreis.

Leidenschaftlich präsentierten heute die beiden Theaterpädagogen der Schule, Anreas Zemke und Susan Kaiser-Geue sowie Schülerin Sarah die Bedeutung der Theaterprojekte der Waldorfschule gerade für heranwachsende Jugendliche. Theaterpädagoge Zemke betonte dabei, dass die Projekte der Waldorfschüler dabei nicht vergleichbar mit den Theater-Arbeitsgemeinschaften an anderen Schulen seien. In der Klasse 8 und in der Klasse 12 der Waldorfschule würden Klassengemeinschaften eben ein Stück auf die Bühne bringen und sich damit über einen längeren Zeitraum befassen. Pädagogisches Ziel sei es, dass die Schüler „aus der Haut fahren“ könnten. Was sich in der Seele verberge, sollen die Schüler nach außen geben können.

Am Ende hätten die Heranwachsenden ein neue Verhältnis zu sich selber, zur Gemeinschaft und Außenwelt. „So erfahren die Jugendlichen, wie sie mit ihrem Beitrag die Gruppe stützen und sich nicht einfach rausziehen könnten, ohne dass die anderen stürzen“. Kaiser-Geue ergänzt: „Die Kinder erarbeiten sich an der Schule ein unglaubliches Selbstbewusstsein“. Sie würden lernen, schon vom ersten Schuljahr an, sich positiv zu produzieren. Das sei wichtig. Und sei es für ein späteres Bewerbungsgespräch. Für all das habe man zwar ein toll gemachtes Bühnenprovisorium, es bleibe aber ein Provisorium. Und hier benötige man eben professionelles, neues Equipment, um die Schüler zum Beispiel über ein optimale Beleuchtungsanlage in Szene zu setzen.

Über die Volksbank-Plattform https://vbimmk.viele-schaffen-mehr.de erfahren jene, die das Waldorfprojekt unterstützen wollen, Details und können vor allem spenden. 3000 Euro müssen zwischen dem 13. September und 13. Dezember zusammenkommen. Gelingt das nicht, erhalten die Spender ihr Geld zurück. Gespendet werden kann weitgehend anonym, nur Schule und Volksbank wissen wer Geld gegeben hat. Die Volksbank hat das Crowdfunding-Portal eingerichtet, um Vereinen und Institutionen neue Möglichkeiten zu eröffnen, Projekte zu finanzieren. Es gibt einen Sockelbeitrag von 15 000 Euro für alle Projekte. Wer fünf Euro spendet, erhält zehn Euro dazu, solange der Vorrat reicht. Wer mitmachen möchte, muss sein Vorhaben beschreiben und für die angezeigte Summe eine bestimmte Anzahl Fans sammeln. So wird sichergestellt, dass ein Projekt auch eine gewisse Reichweite hat.

Zudem müssen Projekte auch einen gewissen gesellschaftlichen Belang haben. Das „Projekt Kegeltour nach Mallorca“ habe keine Chance hieß es von Marc Kostewitz, der gemeinsam mit Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes das Crowdfunding-Portal präsentierte.

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