Hönnequell-Schule erstmals mit allen Jahrgängen

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Die Schulleitung der Hönnequell-Schule: Astrid Wagner-Tillmann, Holger Bieda, Jörg Leiß, Marcus Lubienski.

Neuenrade - Ab Mittwoch hat die Gemeinschaftsschule alle Jahrgänge besetzt. Mit den neuen fünften Klassen sind dann Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse an der HQS zu finden.

Es läuft gut mit dieser erst 2011 gegründeten Schule. Der Ruf ist gut, selten dringt abseits des schultypischen Ärgers mal Kritik durch. Die Hönnequell-Schule verfügt über ein junges Lehrerteam, moderne Lernmittel, eine gute Infrastruktur. Zudem ist es eine Ganztagsschule, es gibt eine gut genutzte Mensa. Und sie wird von der Stadt gehegt und gepflegt. Kein Wunder: Die Hönnequell-Schule als größte weiterführende Schule der Stadt ist für das städtische Angebotsportfolio unerlässlich.

Arbeitgeber hoffen auf Auszubildende und unterstützen die Schule massiv, heimische Marketingstrategen erwarten von den Schülern eine verbesserte Identifikation mit ihrer Heimatstadt, viele Eltern schätzen die Nähe und den Zeit-Vorteil, Pädagogen loben das Konzept und freuen sich über den besseren Lehrerschlüssel. Und den Schülern wird an ihrem Heimatort ein breites Spektrum der Möglichkeiten geboten: Die gymnasialen Standards, welche die Schüler nach der zehnten Klasse dann zu den Kooperationspartnern Burggymnasium in Altena oder zum beruflichen Gymnasium, Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid hinführt – oder eben zu anderen weiterführenden Schulen.

Dass nun die HönnequellSchule, wie sie inzwischen heißt, so nun existiert, ist sicher den massiven Anstrengungen der Neuenrader Verwaltung, den an einem Strang ziehenden Lokal-Politikern und natürlich der damaligen Landesregierung zu verdanken. Die Schulsituation in Neuenrade war damals auch nicht undramatisch: Die Hauptschule wies stark zurückgehende Schülerzahlen auf, und die Tatsache, dass nur 34 Prozent der Neuenrader Schüler eine Schule mit Abituroption besuchten, gegenüber 54 Prozent im Landesschnitt war nicht toll. 2010, so erinnert sich Amtsleiter Dierk Rademacher, in dessen Ressort die Neugründung der Schule fällt, war nicht viel Zeit, um den nötigen Schulentwicklungsplan, ein Raumkonzept aufzustellen, Kooperationspartner zu finden, Fachleute für das pädagogische Konzept aufzutreiben und natürlich auch Überzeugungsarbeit bei den Eltern zu betreiben.

Viele Informationsabende für Eltern der Dritt- und Viertklässler waren nötig. Mit Erfolg: Die nötige Befragung brachte gute Ergebnisse: rund 80 Prozent der Eltern waren bereit, ihre Sprösslinge auf die neue Schule zu schicken. Eine entscheidende Stütze sei damals eine Elterninitiative des vierten Schuljahres gewesen, unter anderem vertreten durch Nina Kersting-Dunker, Karen Schmoll und Carsten Raphael. Wichtig auch jene, die das Schulkonzept erarbeiteten: Christa Sacher, Volker Grünberg und Jenny Kraus. Am 4. Februar 2011 war es dann soweit: Die schriftliche Genehmigung für die Schule traf ein. Jede Menge war noch zu tun bis zur Eröffnung.

Spannend wurde es dann nochmal, als es um die Anmeldungen ging. Doch die Sorge, dass zu wenig Kinder angemeldet würden, war unbegründet. Mehr als genug Anmeldungen gabs für die dreizügige Schule. Nun, im Schuljahr 2016/2017, hat die HönnequellSchule rund 430 Schüler, 45 Lehrerinnen und Lehrer. In die Schule wurde und wird massiv investiert: Fenster, Heizungsanlage, massive Raumumbauten, Ausstattung, Material und und und: Unter dem Strich wurden und werden bis Ende diesen Jahres knapp 1,84 Millionen Euro, Spenden inklusive, für die Schule investiert. Bleibt der Hinweis auf ein offizielles und neutrales Lob: Bei der Lernstandserhebung im NRW-weiten Vergleich 2015 hat die Schule überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

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