Hönne soll im Industriegebiet renaturiert werden

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Im Neuenrader Rathaus existieren Pläne zur Renaturierung der Hönne.

Neuenrade - Die Hönne im Neuenrader Industriegebiet soll renaturiert werden: Die Strecke zieht sich vom Hundeplatz im Abschnitt Erlhof bis hin zur Kläranlage in Küntrop. Hintergrund ist der Hochwasserschutz und die ökologischen Verbesserung der Hönne auf Basis der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

 Bereits im Februar wurde ein Unternehmen beauftragt, ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Das ist inzwischen fertig und wurde mit der Bezirksregierung und der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises besprochen.

Die Kosten für die Renaturierungsmaßnahmen haben es in sich. Knapp 350 000 Euro kostet das Projekt, hinzu kommen noch einmal rund 50 000 Euro für Planung und Betreuung. Um das ganze Projekt auch kostenmäßig zu strecken wurde das Projekt in drei Abschnitte aufgeteilt: von der Garbecker Straße bis zum Erlhof.

Hier soll eine Ersatz-Aue geschaffen werden, gleiches gilt für den Abschnitt 2, Garbecker Stra0e bis Brückenstraße – auch hier wird eine Auen-Region geschaffen, zudem wird das Ufer speziell bearbeitet. Der längste und teuerste Abschnitt betrifft die Hönne von der Brückenstraße bis hin zur Kläranlage in Küntrop. Auch hier wird eine sogenannte Ersatz-Aue geschaffen, zudem wird der Bachlauf wohl verbreitert („Aufweitung des Gerinnes“). Bereits im kommenden Jahr soll die Vergabe des Ingenieurauftrages erfolgen und der ersten beiden Bauabschnitte. 2017 wird dann Abschnitt III ausgeschrieben.

Erfreulich: Das Land könnte das Projekt mit bis zu 80 Prozent fördern und der Eigenanteil der Stadt läge somit bei rund 80 000 Euro. Allerdings steht eine verbindliche Förderzusage noch aus, heißt es in einer Vorlage. Wie gesagt, nicht nur Ökologie spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Schutzwirkung vor Hochwasser, weil sich die Wassermengen dann besser verteilen würden.

Es gibt Hochwasserszenarien auf sogenannten Hochwassergefahren-Karten, bei denen einiges im Industriegebiet unter Wasser steht. Vor diesem Hintergrund muss die Verwaltung auch bis Dezember Risikomanagementpläne vorlegen. Das Projekt wird im Bauausschuss am kommenden Montag vorgestellt.

 Von Peter von der Beck

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