Oma Herta sitzt bald wieder auf der Bank

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Irmhild Hartstein bei der Sanierung von Oma Herta

Neuenrade - Gute Nachricht für alle Freunde von „Oma Herta“: Die von Irmhild Hartstein geschaffene Skulptur kann bald wieder an ihrem Standort an der Zweiten Straße, Bürgerbushaltestelle, aufgestellt werden.

 Mit erheblichem Aufwand musste das bei den Bürgern beliebte menschengroße Kunstwerk renoviert werden. Das Kunstwerk war mehrfach und vorsätzlich beschädigt worden. Seit 2011 hat Oma Herta an der Bürgerbushaltestelle ihren Platz gefunden. Mit ihrem menschlichen Aussehen zählt sie zum Alltagsbild, etliche Menschen sind fast geneigt, die schwergewichtige Dame (sie bringt gut 200 Kilo auf die Waage) auf den ersten Blick zu grüßen. Die Freude der Neuenrader wurde aber im Laufe der letzten Jahre nicht von allen geteilt, „Oma Herta“ sah sich zunehmender Attacken ausgesetzt. Mal waren es Glasflaschen, die an ihrem Oberkörper zerschlagen wurden. Einige Rüpel beschädigten ihr Äußeres mit einem spitzen Nagel und selbsternannte „Kunstfreunde“ beschmierten sie mit roter Farbe oder zeigten ihren schlichten Geist, in dem sie ihr ein „Hitler-Bärtchen“ anmalten. „Oma Herta“ wurde aber auch als vermeintliches Turngerät zweckentfremdet, in dem Kinder auf ihr herum turnen. Ein Novum, das Künstlerin Irmhild Hartstein noch nachträglich die Zornesadern anschwellen lässt: „Selbst daneben stehende Mütter sagten keinen Ton, wenn der Nachwuchs auf der Skulptur seine Turnübungen machte!“ Das ist jetzt Vergangenheit, die angerichteten Schäden wurden von Irmhild Hartstein in der KiKu beigeschliffen, Vertiefungen wurden mit Modellier-Mörtel ausgeglichen und in den nächsten Tagen erhält Oma Herta wieder die passende Farbe, die ihr auch wieder einen optischen Glanz verleihen. Irmhild Hartstein kann augenzwinkernd auch noch mehr verraten: „Auch mit der Renovierung hat Oma Herta von ihrem Gewicht nichts verloren, ich glaube, dass sie um die Hüften herum sogar noch das ein oder andere Kilo zugelegt hat!“ Bis zum 23. Oktober – dann feiert die KiKu ihr zehnjähriges Bestehen – soll Oma Herta mit Hilfe und Unterstützung der Bauhofmitarbeiter wieder an ihrem alten Standort stehen. Natürlich erhoffen sich die Künstlerin und alle Oma-Herta-Fans, dass die Seniorin mit sauerländischem Outfit künftig ohne Beschädigungen bleibt und den besonderen Schutz und die Aufmerksamkeit der Menschen genießt, Restauriert ist auch die Eule, die ebenfalls von KiKu-Chefin Irmhild Hartstein erschaffen und zur Veranstaltung „Kunst & Klön in der Eulengasse“ zur Verfügung gestellt wurde. Der Sockel der „Eule“ drohte zu zerbröckeln, musste erneuert werden. Künftig wird diese Eule überwiegend ihren Standort in der KiKu haben.

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