Bei Oma Herta ist der Lack ab - Skulptur benötigt aufwändige Restauration

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Oma Herta ist arg ramponiert.

Neuenrade - Fast jeden Tag werde Kiku-Leiterin Irmhild Hartstein aufs Neue gefragt, ob sie denn schon gesehen habe, dass die von ihr geschaffene Skulptur „Oma Herta“ kaputt gehe und ob sie sie nicht mal reparieren könne.

Daher hat Hartstein der alten Dame aus Beton nun ein Schild umgehängt, auf dem die Situation erklärt wird. „Die Leute stellen sich das einfach vor, aber das ist es nun mal nicht. Die Figur muss erst einmal von Mitarbeitern des Bauhofes mit einem Kran wieder zur Kiku transportiert und dort sicher platziert werden“, erklärt Hartstein. Danach werde sie für eine ganze Weile viel Arbeit mit der Restaurierung haben: Alle losen Teile müssen abgeschlagen werden und die komplette Figur müsse rundherum abgeschliffen werden, um die vielen kleinen und größeren „Schlaglöcher“ zu ebnen. „Bevor der Spezialgrundmörtel zur Ausbesserung aufgespachtelt wird, müssen alle Löcher mit Zementschlemme bestrichen werden, damit der Mörtel haften bleibt. Nach einer weiteren Schicht mit einem Modelliermörtel und einer gewissen Trocknungszeit, kann man erst dann mit dem neuen Farbauftrag und anschließender Hydrophobierung fortfahren“, erläutert Hartstein den Restaurationsvorgang.

Alles in allem sei es ein sehr aufwändiges Verfahren. „Das wäre diesem Umfang nicht nötig gewesen , wenn solche Kunstwerke entsprechend geachtet würden. Anscheinend gehört es zum Zeitvertreib von schlicht strukturierten Menschen, Dinge mutwillig kaputt zu machen“, bedauert Hartstein. Sie würde es auch sehr begrüßen, wenn Mütter ihre Kinder nicht auf Oma Herta herumklettern lassen, da auch das dem Aussehen einer Betonfigur mit der Zeit schade.

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