Grundschüler beteiligen sich an den Waldjugendspielen

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Diese Mädels und weitere Burggrundschüler haben am Dienstagmorgen den heimischen Wald erkundet.

Neuenrade - Carlotta, Leonie, Paula, Ida und Lena – diese fünf aufgeweckten Mädchen bildeten eine Gruppe und hatten sich gestern Morgen zum Ziel gesetzt, den heimischen Wald oberhalb des Waldstadions zu erkunden. Nicht aus eigenem Antrieb heraus, die Viertklässler der Burgschule nahmen gestern geschlossen an den 16. Waldjugendspielen im Märkischen Kreis teil.

„Wir wollen die Kinder für das Thema Wald sensibilisieren, sie neugierig machen“, erklärte Förster Franz-Josef Stein, zuständig für den Forstbetriebsbezirk Neuenrade, am Treffpunkt am Waldstadion. „Immerhin“, so der Fachmann, „leben wir in einer Gegend, in der rund 60 Prozent der gesamten Flächen bewaldet ist.“ Nur wer wisse und verstehe, würde sich auch einsetzen, meinte Stein. Er sei erstaunt , wie viele Kinder im Grundschulalter noch nie richtig im Wald gewesen sind. Stein gab noch ein paar kurze Tipps für den Aufgabenzettel und wünschten den Gruppen dann viel Erfolg.

Carlotta, Leonie, Paula, Ida und Lena gehörten wohl nicht zu der Gruppe, denen der Wald völlig fremd ist. Einen Tick zu laut, aber bis in die Haarspitzen motiviert, machte sich das freudig gestimmte Quintett auf den Weg – mit so viel Elan, dass sie beinahe an der ersten Aufgabe vorbeigelaufen wären. Tempo ist eben nicht alles.

Auf dem Walderlebnispfad gab es viel zu entdecken.

21 Fragen hielt der Katalog für die Viertklässler parat, manche einfach, andere ganz schön knifflig: Ist der Waschbär hier im Sauerland zu Hause? Und wenn ja, lebt er in einem Erdbau? Praktisch im Vorbeigehen war hingegen eine Baumbestimmung erledigt. „Das ist eine Rotbuche“, sagte eines der Mädchen mit bestimmtem Ausdruck – und das, ohne den Baum näher betrachtet zu haben. Eine Hinweistafel auf den Rotbuchenbestand fand sich nur einen Schritt weiter. Wer lesen kann, ist also doch im Vorteil. Aufgeschrieben und weiter gerannt, schließlich wollten die fünf Mädels nicht als letzte Gruppe ins Ziel kommen. Informativ und lehrreich präsentierte sich der Rundkurs. Die Kinder lernten, die Höhe eines Baumes mit Hilfe eines einfachen Stockes zu ermitteln, sein Alter anhand der Astquirle zu bestimmen, und vieles mehr. Spuren zuweisen, Spechthöhlen suchen und Zapfen werfen – die Waldjugendspiele waren alles, nur nicht langweilig.

Insgesamt haben sich im Kreis mehr als 3400 Schüler aus 60 Schulen angemeldet – eine beeindruckende Zahl. Carlotta, Leonie, Paula, Ida und Lena waren Teil der Aktion und hoffen auf ein gutes Abschneiden, denn die besten Gruppen bekommen Preise.

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