Gewaltiger Andrang beim Kleider-Basar in  Affeln

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Besucherandrang in der Schützenhalle.

Affeln - Wer eben mal beim Basar ein Schnäppchen macht, oder etwas verkauft, was ansonsten zuhause in Kartons verstaubt, der ist sich zumeist nicht im Klaren über den logistischen Aufwand der hinter der Organisation steckt.-

 Zumal wenn es sich um einen Basar mit den Ausmaßen des Kleiderbasars in der Affelner Schützenhalle handelt. Der fand am Wochenende wieder statt und brach wohl alle Rekorde. Das Organisationsteam war absolut überwältigt. Fast 3000 Teile wurden bei diesem Basar verkauft.

Doch wieviel Arbeit das Team jedes Mal in diesen Basar steckt, darf nicht unterschätzt werden: Das beginnt mit der Organisation und Herrichtung des Saals mit Bereitstellung von Tischen, Körben und Ständern zur Aufbewahrung und Präsentation der Kleidung und Spielzeuge, über Abfragen der Helfer ob wieder die Bereitschaft besteht zu unterstützen und reicht bis hin zur Nummernvergabe, Aufbau und anschließendem Durchführen des Basars. Viele Stunden Arbeit stecken dahinter.

Im Vorfeld wird bei dem großen Helferstamm angefragt, ob sie wieder bereit sind die Kisten auszupacken während des Basars zu helfen, und auch im Anschluss an den Basar wieder aufzuräumen. Wenn genügend Helfer gefunden sind werden Flyer gedruckt und verteilt. Ein bestimmtes Datum steht fest, an dem Interessierte die Möglichkeit haben eine Startnummer zu bekommen, um so Sachen zu verkaufen. „An diesem Morgen läutet das Telefon ununterbrochen“, sagt Monika Bott die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Startnummern vergeben hat. „Generell benötige ich vier Minuten pro Anruf, da wir gewisse Regeln haben, die für alle gelten und die muss ich bei jeder Nummernvergabe erneut vorlesen.“ Am frühen Vormittag sind die Nummern schon in kürzester Zeit vergeben. „Es werden keine Ausnahmen gemacht, weder im Vorfeld noch im Nachhinein. Alle Anrufer haben die gleiche Chance“, so die Organisatoren und wenn die Startnummern vergeben sind, wird kein Anruf mehr entgegen genommen.

Ein wichtiger Punkt für die Abgabe ist es dass alle Teile mit Preisen und Startnummern so wie Größen versehen sind, damit an der Kasse schnell aufgeschrieben werden kann. Der Affelner Basar findet seit diesem Jahr in der Affelner Schützenhalle statt und dort konnten nun auch größere Teile angeboten werden. „Wir hatten vorher leider den Platz im Pfarrheim nicht und freuen uns, dass es nun so gut angenommen wird“ – da ist sich das Team einig., Auch am Tag des Basars ist es durch die größeren Räumlichkeiten einfacher sich an den Tischen zurechtzufinden und es verteilt sich gut.

Im Vorfeld werden zwei Tage vor Beginn schon die ersten Ständer aufgebaut und die Tische in Position gebracht, damit die 15 Helfer am nächsten Morgen die Kisten der Teilnehmer auspacken können. „Bei uns gibt es keine Begrenzungen an Teilen, wie es auf anderen Basaren schon mal gewünscht ist“, heißt es unisono vom Team. Jeder darf soviel Kleidung und Spielzeug abgeben wie vorhanden. Dreizehn Stunden benötigt das komplette Team, um alles so herzurichten dass am Samstagmorgen die Türen geöffnet werden können. Die Kleidung wird immer nach Größen sortiert und teilweise auch auf Bügel gehängt.

Doch damit ist die Arbeit noch nicht getan, am Samstag steht das Team den ganzen Vormittag in der Schützenhalle und achtet darauf das heruntergefallene Jacken oder Spielzeug wieder an den Platz zurückgelegt werden. Einige Helfer sitzen an der Kasse, um detailliert aufzuschreiben, welches Teil verkauft wurde. Im Anschluss an den Basar heißt es dann für Alle wieder aufräumen. Die Kassiererinnen ziehen sich zurück um die Abrechnung zu machen und die Anderen Helfer räumen die übrig gebliebenen Sachen zurück in die Kisten, denn die Sachen werden ja drei Stunden nach Ende des Basars wieder abgeholt. Auch danach ist die Arbeit noch nicht erledigt, denn die Tische müssen zurück an ihren Platz, die Ständer müssen wieder abgebaut und geputzt werden muss auch noch. Mehr als 20 Stunden Arbeit hat das Team an diesem Wochenende für diesen Basar aufgebracht.

Aber man ist sich einig: „Wir machen das gerne, weil wir Spaß daran haben und freuen uns immer über so viele Besucher“. Doch mit dem Andrang am vergangenen Wochenende hatten die Organisatoren auch nicht gerechnet. Fast 3000 Teile sind an der Kasse über den Tisch gegangen. Fast 200 Besucher hatten am Samstagmorgen in der Schützenhalle nach Schnäppchen gesucht und das ein oder andere gefunden. Um diesen Andrang beim nächsten Mal etwas besser gerecht werden zu können, kam die Idee auf, eine Expresskasse einzurichten, bei der Besucher mit bis zu fünf Teilen schneller bezahlen können, um lange Wartezeiten etwas zu verkürzen.

Die Startgebühr sowie zehn Prozent der Einnahmen werden auch dieses Mal gespendet an den Affelner Kindergarten, die Kirchengemeinde, die Grundschule Altenaffeln und den Schützenverein. „Ein großes Dankeschön geht vor allem an alle Helfer, die immer gerne bereit sind uns zu unterstützen“, sagen Steffi Knipps, Monika Bott, Elke Hoffmann und Anke Hentschel – die Organisatorinnen des Marktes.

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