Gewaltige Resonanz auf Spendenaufruf für Flüchtlingskinder

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Helferinnen sortierten die gespendete Kleidung nach Größen

Affeln - „Enorm, überwältigend und faszinierend“, dies waren Worte, die am Freitagnachmittag immer wieder im Affelner Pfarrheim zu hören waren.

Ortsvorsteher Josef Hochstein hatte einen Spendenaufruf für Flüchtlingskinder gestartet. Und die Resonanz, die daraufhin kam, hatten weder er selbst noch die Helfer erwartet.

Viele Menschen waren gekommen und brachten kistenweise gut erhaltene, zum Teil neue Bekleidung in das Pfarrheim. Fahrräder, Roller und diverse andere Spielzeuge wurden sofort auf einen Anhänger geladen und umgelagert, da im Pfarrheim der Platz nicht mehr ausreichte.

Die Kartons stapelten sich fast bis zur Decke und die Hilfsbereitschaft für die in Not geratenen Menschen nahm kein Ende. Eine Spenderin bot auch privat ihre Unterstützung an, um Arztbesuche zu begleiten und erklärte: „Die Vorstellung selbst in so eine schlimme Situation zu geraten macht mir Angst und ich habe Mitleid mit diesen Menschen, die ihre Situation nicht selbst verschuldet haben.“ 130 Flüchtlinge seien derzeit in Neuenrade sagt Rot-Kreuz-Leiterin Maria Brockhagen. Die Spenden werden in Neuenrade in den DRK_Laden gebracht und mit Gutscheinen können sich die Flüchtlinge dort mit notwendigen Sachen eindecken.

 Ortsvorsteher Hochstein bedankt sich bei allen Spendern: „ Mit so einer enormen Hilfsbereitschaft haben wir hier im Ort nicht gerechnet und wir danken allen für die großzügigen Spenden.“

Auch in Affeln werden bald Flüchtlinge wohnen: Die Situation mit der Unterbringung von Flüchtlingen in Neuenrade entspannt sich ein bisschen: Das Affelner Pfarrheim soll vor dem Winter soweit umgebaut sein, dass es Platz für 25 Flüchtlinge (keine Familien, sondern Einzelpersonen) bietet. Das wurde gestern beim katholischen Pfarrfest verkündet.

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