Gesundheitsprogramm im Drahtwerk Elisental

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Mitarbeiterin Andrea Schürmann unterzieht sich gerade hier den Tests durch das Apothekerteam.

Neuenrade - Die Gesundheitstage im Drahtwerk Elisental werden von den MItarbeitern des Unternehmens gerne genutzt. Und zwar so, dass der eine Gesundheitstag gar nicht mehr ausreicht, und die Geschäftsleitung diesen nun einmal pro Halbjahr anbietet.

Die Gesundheitstage werden in Kooperation mit Apotheker Dr. Sven Simons durchgeführt. Der war gestern mit einem Team, der Pharmazeutisch-Technischen Assistentin Jutta Richter, und Fachapothekerin Sonja Karafiloska dabei, um bei den Mitarbeitern des Drahtwerkes ein paar Gesundheitstest durchzuführen. Dabei ging es in erster Linie um den kardiovaskulären Bereich, wie Dr. Simons erläuterte.

Dazu zählen eben Test für das Gesamtcholesterin, Blutzucker und auch der Blutdruck wurde im Rahmen des Gesundheitstages gemessen. Bei auffälligen Werten wurde den Mitarbeitern dann geraten, einen Arzt aufzusuchen. Klare Sache, dass all die Untersuchungen natürlich vertraulich behandelt würden, hieß es gestern im Rahmen eines Pressegespräches im Unternehmen. Von den medizinischen Daten könne niemand Rückschlüsse auf die Personen ziehen. Auf jeden Fall wird das Angebot gut angenommen.

Die Betriebsratsvorsitzende und Gesundheitsbeauftragte des Unternehmens, Sylvia Render und auch Geschäftsführer Daniel Wingen freuen sich jedenfalls über den Erfolg. Das Thema Gesundheit wird bei Elisental offensichtlich vorbildlich behandelt. So gibt es dort das Elisenstudio, wo Mitarbeiter kostenlos trainieren dürfen – sei es Pilates, Rückentraining oder auch Yoga. Wer fleißig ist, kann Punkte sammeln und so später eine kostenlose professionelle Gesundheitsmassage bekommen. Massagen gibt es für Mitarbeiter ohnehin zu einem Drittel des regulären Preises. Wie die Gesundheitsbeauftragte weiter erläuterte, gehörten auch schon Fußvermessung, Stresstest oder gar Darmkrebsvorsorge (auch für den Partner) zu den präventiven Maßnahmen im Betrieb. Da werden Gutscheine ausgegeben, die Rechnung bezahlt der Betrieb. Auch das Rückenmobil sei schon geordert worden und vor Ort gewesen, sagte Daniel Wingen.

Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge wurde auch schon mal Krankheitsfall aufgedeckt, was ohnehin im Rahmen der statistischen Wahrscheinlichkeit liegt. Im Rahmen der Fußvermessung („der eine oder andere muss schließlich neun Stunden in Sicherheitsschuhen stehen“) wurde im Nachgang gar ein schlecht verheilter Bruch im Fuß entdeckt, erzählte Sylvia Render.

Dass mittelständische Unternehmen das Thema Gesundheit verstärkt in den Vordergrund rücken ist noch nicht selbstverständlich. Mit dem Elisenstudio und der Ausweitung der Gesundheitstage gehöre das Drahtwerk sicherlich zu den Vorreitern, heißt es von Andreas Lux, Mitarbeiter der SIHK Hagen, aus dem Geschäftsbereich Innovation/Umwelt/Unternehmensnachwuchs. Es sei aber ein Trend und immer mehr Mittelständler hätten angesichts älter werdender Belegschaften im Rahmen der Vorbeugung das Potenzial der Gesundheitsförderung erkannt. Auch die Arbeitgeberattraktivität werde gesteigert. Ein Großteil der Mittelständler mit einem derartigen Gesundheitsprogramm sei in dieser Hinsicht viel zu zurückhaltend, betonte Lux.

Von Peter von der Beck

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