Gertrüdchen: "Zurück zu den Wurzeln"

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Debora Carbone, Sabine Rogoli und Bürgermeister Antonius Wiesemann bei der Sitzung des Gertrudenkommittees.

Neuenrade - Das Neuenrader Volksfest Gertrüdchen wird verändert – langsam und vorsichtig. Am Festablauf ändert sich nichts, doch inhaltlich gibt es durchaus Verschiebungen.

Bürgermeister Antonius Wiesemann beschrieb es am Dienstagabend im Rahmen der Sitzung des Gertrüdchen_Kommittees mit den Worten „Zurück zu den Wurzeln“. Will heißen, dass das Thema Landwirtschaft auch wieder verstärkt in den Vordergrund gerückt werden soll. Gabi Humke hat hier etliches vermittelt.

So passiert rund um die Villa am Wall einiges: Die Waldschule soll kommen, Wettmelken soll angeboten werden, historische Trecker und Landmaschinen sind zu besichtigen, Käse aus bäuerlicher Produktion wird angeboten, Milchbauern präsentieren sich. Der Reitverein wird in der Nähe der Villa Pferde vorführen und Pony-Reiten gibt es auch.

Neu ist auch, dass die katholische Gemeinde in der Villa Kaffee und Kuchen kredenzen wird – und nicht im Neri-Haus. Dazu haben die Organisatoren, Sabine Rogoli und Debora Carbone, auch noch eine besondere Truppe engagiert: Die Big Feet Boys. Das ist eine sogenannte Marching Band, eine fünfköpfige Truppe aus Frankfurt, die über den Festplatz zieht, mal hier und mal da anhält Musik macht und gute Laune verbreitet. Für die Finanzierung dieser Band sucht die Stadt noch Sponsoren. Wer also hier unterstützen möchte, melde sich bei Sabine Rogoli. Was die übrigen Attraktionen anbelangt, so wird es diesmal mehr Fahrgeschäfte als üblich geben. Klar ist, dass der X-Faktor wieder dabei ist, aber auch eben Autoscooter, Doppelhopser und unter anderem ein historisches Riesenrad (13 Meter hoch), das in der Nähe der Villa positioniert werden soll. Was die diversen Stände anbelangt, so haben Rogoli und Co aber noch nicht alle zusammen. So ist das Gertrüdchen in diesem Jahr recht früh, zudem befinde sich die Schaustellerbranche in einem Umbruch, erläuterte Rogoli. Einige seien inzwischen verstorben, zu alt oder zu krank. Zudem finde manch Schausteller keinen Nachfolger.

Die Neuenrader könnten der Branche durchaus helfen – indem sie bei den Schaustellern möglichst viel Geld ausgeben, hieß es mit einem Augenzwinkern. 45 Zusagen von Händlern gibt es bis jetzt, in der Regel kommen 60 Stände zusammen. Zudem erweist sich als Hindernis, dass die Fläche am Gertrüdchen nicht durchgehend asphaltiert ist. Nun kooperiert die Stadt auch mit dem Kreativkreis. Zudem darf auch der eine oder andere Profi - wenn Platz ist – mit in den Kaisergarten. Hier ist wieder der traditionelle Kreativmarkt mit seinen Hobbykünstlern. Dort darf sich dann gegebenenfalls auch ein Profi niederlassen. Intensivieren will die Stadt die Werbung: Debora Carbone tüftelt an einer eigenen Gertrüdchen-Homepage, die Plakatierung startet auch in Kürze.

Und alles andere wird auch wieder kommen: Selbstverständlich gibts Buba Bitter und die Gertrüdchenpassage wird sicher wieder ein Anziehungspunkt werden. Chris Herbst sei schon engagiert, ließ Dr. Sven Simons durchblicken.

 -Von Peter von der Beck

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