Gertrüdchen: Mehr als 60 Stände für Budenstadt

Bevor die Stadtsoldaten in die umliegenden Städtegeschickt wurden, kamen sie im Bürgermeisterzimmer mit Bürgermeister Antonius Wiesemann, Amtsleiter Marcus Henninger (li.) , Sabine Rogoli und Debora Carbone mit allen Gertrüdchenbeauftragten zusammen, um sich mit einem Frühstück und – natürlich – Buba Bitter zu stärken. - Foto: von der Beck

Neuenrade - „So kurz vor Beginn, wenn dann doch noch Absagen oder Rückläufer kommen, kann schon mal kurz Panik ausbrechen“, sagt Sandra Rogoli, Organisatorin des Gertrüdchens. Wenn das Volksfest näher rückt, wird es auch für die Verantworltichen zunehmend stressiger.

Begonnen hatten die Vorbereitungen bereits im September 2014. Bis zu 16 Stunden am Tag nimmt die Vorbereitung auf das beliebte Volksfest ein. „Mit dem schönen Frühlingswetter kommen auf den letzten Drücker jetzt noch viele Zusagen. Mittlerweile sind wir bei insgesamt 63 Stand-Zusagen, die wir vergeben haben“, kann Rogoli berichten.

Bei trockenen Wetterverhältnissen würde das Organisationsteam darauf achten, möglichst jeden Quadratzentimeter zu vermieten. Bei regnerischen Verhältnissen sei das indes nicht möglich, da nicht alle Flächen asphaltiert sind. „Der Aufwand ist enorm. Alleine ist das nicht mehr zu schaffen. Oft haben die Arbeitstage fast 16 Stunden. Die ersten Arbeitsschritte für das diesjährige Gertrüdchen begannen bereits im September des vergangenen Jahres“, sagt die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Seit dem vergangenen Jahr bekommt Rogoli tatkräftige Unterstützung von der 23-jährigen Debora Carbone. Für beide beginnt am Samstag der Arbeitstag um 5.30 Uhr in der Früh. Beide pendeln ständig zwischen Rathaus und Grundschulhof und haben die Aufbauten im Blick, die sich am vorher eigens erstellten Übersichtsplan des Volksfestes orientieren.

„Wir pflegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu den Schaustellern. Über die Jahre ist da ein guter Kontakt entstanden, so dass man sich gegenseitig nicht hängen lässt, sollte Not am Mann sein“, sagt Rogoli, die im Jahr 2006 die Organisation für das Gertrüdchen in Eigenregie übernommen hatte. „Es ist schon viel koordinierter, wenn wir von der Stadt das selbst organisieren. Die Vorbereitungen, unter anderem die Plakat- und Bannerbestellung und das Einholen der Genehmigungen kann sehr viel Zeit in Kauf nehmen.“

Doch nicht nur Sabine Rogoli, Debora Carbone und sämtliche Bauhofmitarbetiern sind fürs Gertrüdchen im Einsatz – einen nicht unwesentlichen Marketingbeitrag liefern die beiden Stadtsoldaten, Bernd Uerpmann und Klaus Bartelt, für das Volksfest. Ob Iserlohn oder Lüdenscheid, ausgestattet mit Uniformen aus dem Fundus des Dortmunder Kostümverleihs, ziehen sie an den Marktagen durch die Städte, bimmeln laut und werben fürs Gertrüdchen. Klar, dass man sie schon kennt und für manche zählen die beiden zu den Frühlingsboten.

- Von Benny Finger und Peter von der Beck

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