Gemischte Bilanz zur Aktion Heimat shoppen

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Über mangelnde Kundenfrequenz beklagt man sich an der Ersten Straße.

Neuenrade - Hochzufrieden war Maike Dietz, Inhaberin von Blumen Dietz, Am Stadtgarten, und freute sich über die Aktion Heimat shoppen. „Wir hatten gut zu tun“.

Man habe Sonnenblumen verteilt und es gab demnach Kunden, die extra wegen der Aktion Heimat shoppen nach Neuenrade gekommen waren. Dietz findet diese Aktion überhaupt sehr gut und hofft auf eine Wiederholung.

Auch Andrea Brockhaus-Passenheim, Chefin der beiden Schuhgeschäfte in Werdohl und Neuenrade findet Heimat shoppen gut. Die Leute seien durchaus darauf angesprungen, gleichwohl gebe es Unterschiede zwischen Werdohl und Neuenrade.

In Neuenrade fehle inzwischen einfach die Kundenfrequenz auf der Ersten Straße. In den vergangen beiden Jahren habe die doch sehr nachgelassen. Da habe sich einiges in Richtung Stadtgarten verlagert. Außerdem fehle ein Textilgeschäft, das eine andere Klientel als jener Textil-Filialist am Stadtgarten bediene. Sie wünsche sich auf jeden Fall eine Belebung der Ersten Straße.

In Werdohl würden da noch andere Bedingungen herrschen, dort sei sehr gut, dass das WK noch Leute in die Stadt locke, zudem habe sich bei ihr ausgezahlt, dass sie dort über Mittag aufhabe. So würden sich die Kunden beispielsweise im WK eine neuen Garderobe zulegen und anschließend eben Schuhe kaufen... Grundsätzlich ist sie für eine Neuauflage der Aktion Heimat shoppen. Während Andrea Brockhaus-Passenheim und vor allem Maike Dietz also durchaus zufrieden mit der Aktion Heimat shoppen waren, sind andere enttäuscht.

Engelbert Groke, Inhaber des Hotel-Restaurants Kaisergarten, hat im Grunde „nichts gemerkt von der Aktion“, auch Bemerkungen seitens der Kundschaft seien zu dem Thema nicht angekommen. Relativ wenig Resonanz gab es auch im Hotel-Restaurant Zur Eule. Inhaber Helmut Löbbecke sagte: „War nicht toll“. Drei Leute hätten Stielmus und gebratene Blutwurst geordert. Zudem habe er den Eindruck gehabt, dass insgesamt in der Stadt nicht viel los gewesen sei. Vielleicht sei es der falsche Zeitpunkt gewesen, überlegt der Inhaber. Aber immerhin: „Die, die da waren, die waren auch zufrieden“.

 „Nicht gut“, so bilanzierte Anja Gester-Schwarzer, vom gleichnamigen Geschäft, die Aktion für sich. Die Kundschaft habe teilweise davon gar nichts gewusst. Von weiteren Geschäften war Ähnliches zu hören. Auch, dass doch die Kundenfrequenz fehlte, Enttäuschung wurde durchaus geäußert. Klaus Filter, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes und Leiter der Projektgruppe Einzelhandel im Stadtmarketingverein, präsentierte auch seine persönliche Bilanz: „Das war durchwachsen, mittelprächtig“.

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