Gasthof Schweitzer ab Montag bereit

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Jürgen Echterhage (re.), hier mit Michael Hammer im Gastraum des in Windeseile sanierten Gasthofes.

Neuenrade - Es ist fast vollbracht. Ab Montag steht der Gasthof Schweitzer der Stadt Neuenrade schon für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung.

Am Freitag präsentierte Jürgen Echterhage das Gebäude, das er für einen Unternehmensteil erworben hatte, um der Stadt bei ihrem Unterbringungsproblem mit Flüchtlingen zu helfen. 14 Zimmer sind bezugsfertig. Damit hat Echterhage noch drei zusätzliche Zimmer geschaffen. Am langen Ende soll der Gasthof für bis zu 35 Menschen eine Unterbringungsmöglichkeit bieten.

Es war eine enorme Arbeit, das Gebäude – ein ehemaliges Hotel – bezugsfertig zu machen. Durch den sehr langen Leerstand war viel kaputt gegangen. Echterhage: „Wir haben allein 30 Rohrbrüche gestopft.“ Alle Lampen sind neu, Kabel ohne Ende wurden gezogen, zig Heizkörper habe man ersetzt, es gab neue Duscharmaturen, alles sei marode gewesen. Seit gut drei Wochen sei man mit sechs bis acht Leuten im Einsatz gewesen.

Echterhage dankte den Firmen Filter und Hennecke, die das umfangreiche Projekt noch in ihre vollen Terminkalender eingebaut hätten. Zudem: Waschmaschinen und Trockner stehen parat. Die Große Restaurantküche wurde mit viel, viel Arbeit hergerichtet, die Kegelbahn ist nutzbar, eine Sat-Anlage mit Fernsehern wurde installiert. Echterhage freut sich zudem, dass viele Küntroper ihre ehrenamtliche Hilfe für die Betreuung der Flüchtlinge zugesagt haben – unter anderem wird in einemSeminarraum des 550 Quadratmeter großen Gasthofes Deutsch unterrichtet.

Hilfe hat Jürgen Echterhage auch noch nötig. Drei Zimmer konnten nicht eingerichtet werden. Er ist auf Spenden angewiesen. Kleiderschränke und Betten sind dringend nötig. - Von Peter von der Beck

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