Bürgerversammlung anberaumt

Stadt Neuenrade mietet Gasthof Schweitzer für    Flüchtlinge an 

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Der Gasthof Schweitzer in Küntrop.

Küntrop - (Update) Der Gasthof Schweitzer wird zur Flüchtlingsunterkunft. Das Objekt wurde in der vergangenen Woche für ein Unternehmen der Echterhage-Holding, deren Gesellschafter Jürgen Echterhage und Axel Vedder sind gekauft.

Küntrop -  Nach Abstimmung mit der Stadt Neuenrade wird es als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung stehen. Die Stadt mietet das Objekt zu marktüblichen Preisen an.

Aufmerksame Küntroper konnten daher bereits in der vergangenen Woche Aktivitäten beobachten, zumindest stand ein Container vor Ort. Personen gingen ein und aus.

Am Montag veröffentlichte die Stadtverwaltung daher ein Schreiben von Ortsvorsteher Ludger Stracke, der das ganze in Absprache nun quasi offiziell machte. Lange stand das Objekt weitgehend leer und so ist es nachvollziehbar, wenn es „noch einige Wochen dauern“ werde, „bis die Bewohnbarkeit wiederhergestellt“ sei.

Doch der Ortsvorsteher möchte die Küntroper Bevölkerung flott über diese neuen Umstände im Dorf informieren. Aus diesem Grund lädt er alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Küntrop für kommenden Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung in die Sebastiansklause der Küntroper Schützenhalle ein“, heißt es in einem Schreiben der Stadt.

 Bürgermeister Antonius Wiesemann, Mitarbeiter der Stadtverwaltung aber auch Jürgen Echterhage und Axel Vedder werden die Bürger an diesem Abend über das Projekt zur Unterbringung der Flüchtlinge informieren. Darüber hinaus soll es darum gehen, wie eine Unterstützung der hilfsbedürftigen Menschen in Küntrop gemeistert werden könnte.

 „Wie in Neuenrade schon praktiziert und in Affeln geplant, würden auch hier Helfer gesucht, die bereit sind, Hilfestellung zu leisten“, heißt es weiter in dem Schreiben. Der Schwerpunkt liege dabei auf der Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse, die möglichst mehrmals in der Woche vermittelt werden sollten. „Natürlich ist auch an regelmäßige Veranstaltungen zur Begegnung, Sport und Bewegung sowie sonstige Freizeitgestaltung gedacht. Wichtig ist auch die Unterstützung bei Behördengängen, beim Ausfüllen von Formularen oder auch einfache Hilfeleistungen“.

Dabei will man die Gasträume des Gasthof Schweitzer mit einbeziehen, möchte eventuell dort unterrichten, zumal das Zelius und die Stadtbücherei inzwischen „an der Kapazitätsgrenze angelangt sind“, wie Bürgermeister Antonius Wiesemann gestern berichtete. Im Gasthof Schweitzer, so die erste Schätzung des Bürgermeisters könnten wohl zwischen 30 und 35 Personen wohnen. Der Bedarf ist natürlich da: Erst gestern standen 17 neue Flüchtlinge im Rathaus. Bleibt ein Hinweis: Unabhängig von der Flüchtlingsangelegenheit findet es der Bürgermeister auch städtebaulich sinnvoll, dass sich jemand des Gasthof Schweitzers angenommen hat.

Beim Bürgerinformationstermin am Donnerstag wird auch Sandra Horny dabei sein. Sie wird aus ihrer täglichen Praxis im Umgang mit den Flüchtlingen berichten. Wer sich hier engagieren möchte, ist somit besonders angesprochen und willkommen, könne sich aber auch gerne bei Ludger Stracke unter Telefon 02 39 4 / 53 6 direkt melden. - Von Peter von der Beck

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