Ruhe in Küntrop

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Es wird ruhig an der Garbecker Straße: Warnbaken wurden montiert – der Straßenabschnitt ist damit nach langjährigen Forderungen der Anwohner verkehrsberuhigt.

Küntrop - Der Verkehr an der Garbecker Straße wird mit einbetonierten Warnbaken beruhigt, "rechts vor links" ist natürlich auch in diesem verkehrsberuhigten Bereich, und die Geschwindigkeitsbegrenzung wird auf 30 Kilometer pro Stunde reduziert.

Am Dienstag waren Mitarbeiter der Stadt Neuenrade mit der Montage der Beschilderung befasst. Das wird die Anwohner der Garbecker Straße freuen, die unter der Verkehrssituation gelitten hatten.

Noch im Mai vergangenen Jahres hatte Anwohner Heinz Peter Barnowski Lastwagen gezählt, die durch die Ortschaft gen Industriegebiet Küntrop donnerten. 157 waren es damals in sieben Stunden, davon 24 in beide Richtungen. Und in der Vergangenheit hatten Barnowski und Co. schon viel gekämpft für eine Verkehrsberuhigung. Unterschriftenaktionen gab es und zig Gespräche. Entschärfen sollte sich die Situation auch durch den Ausbau der Kreisstraßen.

Doch der Ausbau der Straßen zog sich bekanntermaßen hin und als nun Umfahrungsmöglichkeiten bestanden, brachten auch Verbotsschilder nichts. Die wurden entweder ignoriert oder übersehen. Erst eine großzügigere Beschilderung, auch in weiterer Entfernung an den Zufahrtsstraßen, sorgte für nachlassenden Lkw-Verkehr.

Ende Juli vergangen Jahres hatte sich die Situation dann einigermaßen beruhigt. Jetzt folgte eben die Umwidmung dieses Teils der Garbecker Straße in eine Gemeindestraße, so konnte ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen, der jetzt realisiert wird. Der Ausbau der Kreisstraßen wegen des Küntroper und des Garbecker Industriegebietes und der Entlastung der Küntroper Wohngebiete ist Teil eines regional wichtigen Verkehrskonzeptes und hat einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet.

Jetzt kann jeder Lieferwagen/Lastwagen Betriebe in den Industriegebieten anfahren, ohne durchs Küntroper Zentrum zu fahren. Günstiger ist allerdings die aktuelle Verkehrsberuhigung der Garbecker Straße: Bauamtsleiter Marcus Henninger rechnet mit einem dreistelligen Euro-Betrag. Was jetzt noch fehlt, das sind Kleinigkeiten wie Straßenmarkierungen rund um die Warnbaken. Das soll in Kürze erfolgen, auf die Schnelle haben man keine Fachfirma ordern können.

Henninger hofft nun, dass durch die avisierte Benkamp-Sperrung in der kommenden Woche zudem eine quasi Umerziehung auch für die letzten dickfelligen Lastwagenfahrer erfolgt. Denn immer noch gibt es einzelne, die durch Küntrop donnern. Die müssen aber demnächst über die K12 fahren. Henninger hofft hier auf einen Gewöhnungseffekt. Wie dem auch sei: Der Knoten ist offenbar gelöst. In Küntrop wird es sicher ruhiger, die Straße wird deutlich aufgewertet.

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