Funke springt nicht über

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Mittelalterliches Ambiente, Kerzenlicht und eine ungewöhnliche Klangkulisse: Die Musiker der Band Dunkelschön wollten eigentlich die Gäste im Kaisergarten mit ihrem Celtic-Rock verzaubern und unterhalten, allerdings blieb der Saal fast leer.

Neuenrade - Ein Raum für mehrere hundert Besucher, eine Band, die sonst vor tausenden auf Festivals spielt – aber die Neuenrader waren wenig begeistert. Lediglich knapp 50 Besucher kamen am Samstagabend zum Konzert der Celtic-Rockband Dunkelschön in den Kaisergarten.

Es hätte ein schönes Konzert in kleinem Rahmen werden können, doch der Raum war einfach viel zu groß. Die wenigen Gäste verteilten sich dann auch noch in Kleingruppen an den zahlreichen, im Raum verteilten Tischen. So mutete gerade der Beginn eher einem Klassik-Konzert an, als einem für Freunde der Celtic-Rockmusik. Still, mit einem Getränk, saßen die Gäste auf ihren Stühlen und applaudierten höflich am Ende eines jeden Stückes.

Dabei gab die Band ihr Bestes. Frontfrau Vanessa Istvan versuchte immer wieder das Publikum zu begeistern. Mit ihrer sympathischen und offenen Art führte sie in die Stücke ein, berichtete vom Bandleben und der individuellen Bedeutung der Lieder.

So haben die sieben Musiker beispielsweise einen ganz besonderen Bezug zum Stück „She Moved Through the Fair“. Das Lied mit dem alten irischen Text und der selbst komponierten Melodie gelte als Gründungslied der Band. „Wir haben es in der zwölfjährigen Bandgeschichte aber so gut wie noch nie gespielt“, gesteht Istvan. Für die Besucher im Kaisergarten also ein besonderer Moment.

Ansonsten trafen am Abend Balladen der Romantik auf rockige Elementen der Neuzeit: eine gelungene Mischung, wie die Celtic-Rock-Fans fanden. Mit ihrer Mischung aus traditionellen Instrumenten wie Harfe, Drehleier, Nyckelharpa und Flöten sowie E-Gitarren, Cello, Bass und Schlagzeug kreierten die sieben Musiker eine einzigartige Klangkulisse. Diese in Kombination mit Kerzenlicht und mittelalterlichem Bühnenbild hätten eigentlich für eine einzigartige Stimmung sorgen können.

Warum das Konzert so schlecht besucht war, ist unklar. „Vielleicht passt diese Musik nicht nach Neuenrade. Eine andere Erklärung habe ich auch nicht“, sagte eine Besucherin. An der Band kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Die Musiker gaben auch im leeren Saal alles, um das Publikum zu begeistern und überzeugten so doch noch mit Musikalität und Spielfreude.

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