Forstausschuss besichtigt Kohlberg und Stadtwald

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Unter anderem Georg Cormann (li.), Revierförster in Affeln, informierte die Ausschussmitglieder über die Verbesserungsmaßnahmen bei den Waldwegen.

Neuenrade - Die Mitglieder des Ausschusses für Umweltschutz und Forsten besichtigten am Mittwoch den Affelner Stadtwald sowie einen Teil des Neuenrader Waldes auf dem Kohlberg. Im Anschluss stimmten sie während der Sitzung im Rathaus für den Wirtschaftsplan 2016.

Der Stadtwald in Affeln (Hestenberg/Ennest) am äußersten Rand des Stadtgebietes wird derzeit vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen durchforstet. Im Rahmen eines Wegebauprojekts erneuern Mitarbeiter dort unter anderem die Wege. Mit Schotter werden sie aufgefüllt, circa eine Tonne pro Festmeter. Zudem müsse der Mutterboden entfernt werden, damit Wasser ablaufen könne. Das erklärten Bernd Schmitt, Forstamtsleiter aus Lüdenscheid, und Georg Cormann, Revierförster in Affeln, den anwesenden Ausschussmitgliedern. Auf einer Strecke von 500 Metern kostet die Erneuerung rund 6000 Euro.

Auch die anschließende Wegepflege gehöre zur Forstwirtschaft dazu, sagte Cormann. Man feile derzeit noch an der richtigen Vorgehensweise, damit der Weg dann auch länger halte. Die Durchforstung im Jahr 2015 habe nur teilweise stattgefunden, erläuterte auch Kämmerer Gerhard Schumacher. Der Wirtschaftsplan 2016 sieht nun unter anderem vor, „die in den Fichtenbeständen im Forstort Hestenberg/Ennest vorgesehenen Maßnahmen“ durchzuführen. Im Frühsommer 2016 soll dann der Wald durchforstet werden. Entsprechende Bäume sind dafür bereits gekennzeichnet.

Nachdem die rund ein Hektar große Fläche auf dem Kohlberg vom Sturm Kyrill im Jahr 2007 zerstört wurde, musste nun endgültig ein Kahlschlag her. „Es ging nicht anders, wir haben es probiert“, sagte Kämmerer Gerhard Schumacher. 1000 Douglasien und 1000 Fichten pflanzen Neuenrades Revierförster Franz-Josef Stein und sein Team im Frühjahr. Das habe auch finanzielle Gründe. Zudem erwarten sie, dass die Kosten für die Pflege zurückgehen.

Im Ausschuss stellten die Förster dann den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr vor. Die Mitglieder segneten ihn einstimmig ab. Im Wirtschaftsplan sind Kosten in Höhe von rund 78 000 Euro kalkuliert, die Erlöse betragen etwa 78 500 Euro. Unterm Strich bedeutet das einen kleinen Überschuss in Höhe von 500 Euro.

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