Der Fördertopf wurde immer noch nicht angezapft

Die Förderaktion „Jung kauft Alt“ zur Vermarktung älterer Neuenrader Häuser ist gefloppt.

Neuenrade - Etliche ältere Neuenrader Häuser, durchaus zentral gelegen, sind zu verkaufen oder stehen potenziell demnächst zum Verkauf. Um die Veräußerung dieser Immobilien zu beschleunigen, hatte die Verwaltung eine spezielle Förderaktion ins Leben gerufen: „Jung kauft Alt“. Und sogar dazu Geld zur Verfügung gestellt. Indes: Das wurde nie angetastet.

„Jung kauft alt“, eine Maßnahme, welche ursprünglich eine Kommune aus dem Münsterschen erfunden hatte, um die Verschwendung von Ressourcen durch die Ausweisung von Neuaugebieten zu verhindern. Zudem wollte man vor dem Hintergrund des demographischen Wandels leerstehende oder bald leerstehende Immobilien in Kernbereichen an junge Familien verkaufen. Eben sanieren statt neu bauen. Diese Vorgehensweise fand man in Neuenrade ebenfalls gut, adaptierte das Konzept auf Neuenrader Bedingungen, füllte einen Fördertopf mit 5000 Euro. Aus dem Topf können nun Gutachten über die Altimmobilien bezuschusst werden. Hintergrund: So erhalten die Verkäufer und Käufer eine reelle Preisvorstellung. Und Hinweise auf den Sanierungsaufwand. Das hält man für eine gute Verkaufsförderung, so war man seinerzeit (2013) in Politik und Verwaltung überzeugt. Aber: Wie Jörg Wende, Wirtschaftsförderer in der Verwaltung, auf Nachfrage zu berichten wusste, würden Altimmobilien zwar fleißig verkauft, doch die Sache mit der Bezuschussung der Gutachten sei bislang kein einziges Mal in Anspruch genommen worden. Der Fördertopf ist ungeöffnet. Dabei könnten Gutachten bis zu 80 Prozent bezuschusst werden, erläuterte Wende. Gefüllt ist der Topf mit immerhin 5000 Euro.

Jung kauft Alt ist ein Projekt, das sich inzwischen in anderen, ländlich gelegenen Städten steigender Beliebtheit erfreut – ob Villingen oder Hiddenhausen. - Peter von der Beck

www.netzwerk-laendlicher-raum.de

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