Kapazitätsgrenze in Sicht

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Im Neuenrader Rathaus kommt man bei der Versorung der steigenden zahl von Flüchtlingen langsam an die Grenzen.

Neuenrade - Zur Chefsache hat Bürgermeister Antonius Wiesemann das Management der Flüchtlingsversorgung in Neuenrade gemacht. Und so informierte das Stadtoberhaupt in der Ratssitzung über die aktuelle Situation. Klar ist, mittlerweile ist in Neuenrade eine Kapazitäts-Grenze in Sicht.

 Zu den Fakten: Demnach verkündete Wiesemann, dass nun insgesamt 176 Flüchtlinge in Neuenrade untergebracht werden. Die Zahl der Menschen erhöht sich aktuell um etwa zehn pro Woche. Noch, so der Bürgermeister, könnten die Flüchtlinge untergebracht werden. „Doch kommen wir langsam an die Grenze“.

Untergebracht seien die Menschen bislang in den bekannten Unterkünften, aber eben auch inzwischen dezentral in Wohnungen, die Neuenrader vermieten – oder eben im Pfarrheim Affeln, Auch die Besprechungsräumlichkeiten in der Jahnturnhalle seien nun teilweise belegt. Wiesemann betonte, dass er nicht ausschließen könne, dass Turnhallen auch in Anspruch genommen werden müssten. Die Schulen und der TuS Neuenrade seien informiert. „Wir müssen offen damit umgehen“, sagte Wiesemann. die Hilfsbereitschaft der heimischen Bevölkerung sei hoch, das habe man zuletzt in Affeln gesehen, dort laufe die Maschinerie an. Dazu gibt es am Donnerstagabend bei Willeke-Wortmann einen „Runder Tisch“ zur Information und bei dem man die Hilfsmaschinerie in Gang bringen möchte.

 Die Hilfe durch Ehrenamtliche werde immer weiter ausgeweitet. Und es werden weiter jede Menge Freiwillige benötigt, zumal man auch in der Verwaltung an die Grenzen der Kapazität komme, sagte Wiesemann. Was die weitere Integration der Flüchtlinge anbelange, so liefen viele Projekte parallel. So sollen die Menschen auch in Sportvereinen unterkommen. Gespräche mit dem TuS seien gelaufen. Auch beim Bauhof könnten – über Empfehlung durch die Ehrenamtler – Flüchtlinge eingesetzt werden.

Die Versorgung mit der Erstausstattung für Flüchtlinge funktioniert inzwischen auch gut. Das DRK hat Wertgutscheine für 20 Euro erstellt, die von der Verwaltung dann an die Menschen verteilt werden, erläuterte der Bürgermeister. Die Neuankömmlinge können dann im DRK-Laden das Nötigste mit den Gutscheinen einkaufen. Gesucht wird weiterhin ein großer Raum für die DRK-Kleiderkammer.

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