Flüchtlinge: Atempause bis Anfang Januar

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Im Rathaus können die Mitarbeiter nun erst einmal durchatmen.

Neuenrade - In Sachen Flüchtlinge herrscht jetzt erst einmal so eine Art Weihnachtsfrieden. „Ab dem 20. Dezember soll es keine Zuweisungen mehr geben“, erläuterte Bürgermeister Antonius Wiesemann am Rande eines Termins.

 Erst am 4. Januar gehe es wieder los. Das bedeute auch eine Atempause – vor allem für die Ehrenamtlichen und all jene aus der Verwaltung, die in der jüngsten Vergangenheit intensiv mit den aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen zu tun hatten. „Das brauchen wir alle, um hier Luft zu holen“, betonte Wiesemann.

Rund 260 Flüchtlinge gibt es derzeit nach Angaben des Bürgermeisters – inklusive jener, die noch kurz vor knapp gekommen sind. Die vielen Menschen sind nun über das gesamte Stadtgebiet verstreut. Das ist Methode, denn seitens der Neuenrader Stadtverwaltung möchte man unbedingt eine Ghetto-Bildung vermeiden.

Gleichwohl gibt es zentrale Unterbringungsorte wie Am Brunnenbach, an der Eichendorffstraße, in dem Haus an der Bahnhofstraße, angemietete Wohnungen an der Straße Rote Mütze, im Affelner Pfarrheim oder eben im Küntroper Gasthof Schweitzer. Im gesamten Stadtgebiet wurden zudem noch weitere Wohnungen angemietet. Doch es wird knapp. Dabei stehen Optionen wie Turnhallen als Unterbringungsmöglichkeiten an allerletzter Stelle. „Das will ich unbedingt vermeiden“, sagte Wiesemann. Denn das würde arg in den Schulbetrieb oder den Betrieb der Vereine eingreifen.

Gleichwohl schließt der erste Bürger der Stadt das nicht aus. Denn wie viele Flüchtlinge noch kommen werden – das steht wohl in den Sternen. Deshalb ist die Stadt auf der Suche nach weiteren Optionen – unter anderem im Küntroper Industriegebiet –, um hier einen Puffer zu finden. Da hat die Verwaltung schon ein Objekt im Visier und man hofft, es auch übernehmen zu können. Die Verhandlungen laufen.

Weihnachtsruhe gibt es auch im Zelius/in der Stadtbücherei. Die Anlaufstelle ist bis zum 2. Januar geschlossen. Eine Alternative ist dann das Jugendzentrum. Das ist am 29. Dezember von 15 bis 18 Uhr Anlaufstelle.- Von Peter von der Beck

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