Firma Bültmann setzt auf die Ausbildung von Fachkräften

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Das Familienunternehmen Bültmann  legt großen Wert auf die Ausbildung eigener Fachkräfte und auch Ingenieure – idealerweise wollen sie diese langfristig für das Unternehmen gewinnen.

Neuenrade - Derzeit findet die Woche der Ausbildung der Agentur für Arbeit Iserlohn statt. In diesem Rahmen trafen sich Mitarbeiter und Bürgermeister Antonius Wiesemann in der Neuenrader Firma Bültmann - ganz im Sinne des Themas Ausbildung.

Im Rahmen der Woche der Ausbildung besuchten Anja-Katrin Rammoser-Schriever und Thorsten Schäfer, vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn, die Firma Bültmann GmbH in Neuenrade. Dort trafen sich die Mitarbeiter gemeinsam mit den Firmeninhabern Petra Bültmann-Steffin und Andreas Bültmann sowie Bürgermeister Antonius Wiesemann. Im Fokus stand dabei natürlich das Thema Ausbildung.

Die Tendenz sehe so aus, dass oftmals mehr Ausbildungsplätze als Bewerber vorhanden seien, erklärte Rammoser-Schriever. „Das kann vielleicht an der Lage liegen, oder aber auch an zu hohen Erwartungen an den Beruf seitens der Schüler oder zu hohen Anforderungen der Arbeitgeber.“ Aus diesem Grund stelle die Agentur für Arbeit in jedem Jahr einen Betrieb aus der Region vor; das Augenmerk liege dabei stets auf der betrieblichen Ausbildung. So, wie sie die Firma Bültmann anbietet.

Anstelle des Holzes sind normalerweise Kupferrohre zwischen den Klötzen zu finden, die von der Maschine gerichtet werden.

Das Familienunternehmen wurde bereits 1972 gegründet und 1997 an die Geschwister Petra Bültmann-Steffin und Andreas Bültmann übergeben. Das Unternehmen ist auf Maschinen spezialisiert, die Metalle aller Art bearbeiten. „Wir sind weltweit tätig, liefern von China über Mexiko bis in die USA“, weiß Andreas Bültmann. Bereits zur Gründung habe ihr Vater schon auf die Ausbildung eigener Leute gesetzt. Und auch heute wollen die Gesellschafter Fachkräfte ausbilden und halten, aber auch Ingenieure akquirieren: „Wir haben dadurch schon gute Leute bekommen“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Bültmann-Steffin. Sonst sei es oft schwierig, ausgebildete Leute in die Region zu bekommen und vor allem dort zu halten.

Die Inhaber wissen, wie wichtig es ist, dass Schüler Eindrücke von der Arbeit erhalten und möglichst früh und regelmäßig mit eingebunden werden: „Das beginnt schon mit dem Stöbertag für Grundschüler, geht weiter mit den Girls- und Boys-Days, Schulpraktika oder auch Praktika für Studenten und die Begleitung der Bachelorarbeit“, so Bültmann-Steffin. Bürgermeister Wiesemann betonte dabei, wie besonders es auch für die Stadt Neuenrade sei, wenn Firmen sich derart für die Ausbildung junger Leute engagierten.

„Wir müssen daran arbeiten, dass auch die Region, das Sauerland, wieder attraktiver wird. Wir müssen nicht nur für Fläche sorgen, sondern auch für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Dabei legt Wiesemann großen Wert auf den Ausbau der Jugendarbeit, denn: „Der Gedanke an eine gute Jugend kann auch eine Stärkung für die Stadt bedeuten.“ Die Firma Bültmann beschäftigt derzeit zehn Auszubildende, ab August kämen vier weitere hinzu. Die beste Zeit für Bewerbungen sei im dritten Quartal, aber Thorsten Schäfer, Teamleiter des Arbeitgeberservices, betonte, dass Bewerber nicht verzagen sollten, wenn es nicht auf Anhieb klappt.

„Oft werden noch kurzfristig Stellen frei, man sollte es immer weiter versuchen. Es kann immer klappen!“ Derzeit ist erstmalig eine Auszubildende in der Lehre zur Elektronikerin bei Bültmann angestellt. Anna Lena Baukrowitz beendet im kommenden Jahr ihre Ausbildung. Neben dem Elektroniker können auch die Berufe des Technischen Produktdesigners oder Industriemechanikers erlernt werden. Auch duale Studiengänge bietet das Unternehmen an.

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