Finnentrop soll reguläres Mitglied der Musikschule Lennetal werden

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Gerade Jekits und angeschlossene Sonderprojekte, wie hier mit dem Musiker Ibrahim Keivo in der Grundschule Altenaffeln, helfen wohl mit, dass es viele Musikschüler aus Neuenrade gibt.

Neuenrade/Lennetal - Einstimmig und mit Zuversicht für die Zukunft der Musikschule schickten die Mitglieder des Kulturausschusses eine Empfehlung auf die Reise:

Der Rat soll der Vereinssatzung der Musikschule zustimmen, welche die Aufnahme Finnentrops ermöglicht. Die Vertreterin Neuenrades, Iris Lemke, möge entsprechend bei der Mitgliederversammlung votieren. Für den Bürgermeister Antonius Wiesemann und Dierk Rademacher, stellvertretender Vorsitzender der Musikschule Lennetal e.V., ist das ein positives Signal für die Belange der Kultur.

Zudem sehen sie so den Bestand der „musikalischen Bildungsarbeit“ in den dann fünf Mitgliedskommunen durch die Musikschule lange gesichert. Die Finnentroper waren zuvor Kooperationspartner, nun sollen sie Vollmitglied werden. Unter dem Strich verteilen sich durch ein zusätzliches Mitglied natürlich auch die Kosten anders. Jetzt müssen die übrigen Mitgliedskommunen mehrheitlich (mindestens vier von fünf) bei der Mitgliederversammlung (voraussichtlich 14. Dezember) zustimmen, zumal damit auch erhebliche finanzielle Veränderungen ins Haus stehen.

Dierk Rademacher rechnet mit Zustimmung der anderen und verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorstandssitzung am 27. Oktober, bei der man einstimmig für die Aufnahme Finnentrops votiert habe. Zusätzliche Lehrkräfte, bislang bei der Stadt Finnentrop angestellt, werden dann wohl Arbeitnehmer der Musikschule Lennetal. Insgesamt habe das dann auch positive Auswirkungen auf die Organisation der Musikschule. Durch den vergrößerten Angestellten-Pool könne man Fehlstunden reduzieren, hieß es.

Dass die Musikschule zudem gut organisiert ist, lesen die Neuenrader auch aus einer speziellen Zahl ab: 62 Prozent der Kosten kämen aus Gebührenbeiträgen herein. Das sei der höchste Gebührendeckungsgrad in Nordrhein-Westfalen, sagte Rademacher während der Sitzung. Nicht ohne Stolz verwiesen die kultur-affinen Neuenrader auf die Zahl der Neuenrader Musikschüler. Immerhin 220 der demnächst 1355 Musikschüler sind Neuenrader. 244 kommen aus Werdohl, 252 aus Finnentrop, 433 aus Plettenberg. Mit 206 Schülern hat Altena den geringsten Anteil. Vor Jahren lag die Burgstadt „immer deutlich vor Neuenrade“.

Stolz sind die Neuenrader auch auf das Musikschulprojekt Jekits (Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen) bei dem sich die Neuenrader besonders einsetzen. Aus diesem Programm für Grundschüler würden viele dann der Musikschule später treu bleiben. Unter dem Strich wird für das kommende Jahr der Neuenrader Zuschuss für die Musikschule (Berechnung nach Schülerzahlen) leicht steigen. Im Kulturausschuss wurde als hochgerechnete Summe 85 000 Euro genannt.

Auch Jekits erfordert die Unterstützung durch das Stadtsäckel. doch ebenso wurden hier Sponsoren gefunden.

Von Peter von der Beck

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