Altenaffeln: Grundschüler üben mit der Feuerwehr

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Die Grundschüler aus Altenaffeln lernten alles zum Thema Brandschutzerziehung.

Neuenrade - Feuerwehrmänner und Einsatzwagen der Feuerwehr auf dem Schulhof – da denkt man erst einmal an einen Unfall oder Brand. Doch nicht in diesem Fall, denn am Dienstag hieß es für alle Lehrer und Schüler der Grundschule Altenaffeln: „Wir machen heute eine Brandschutzübung.“

Um 10.32 Uhr ging zuerst die Schulsirene und kurz darauf dröhnte die Feuerwehrsirene. Das bedeutete für alle Kinder, sich zu zweit aufzustellen und zügig nach draußen zu gehen, ohne etwas mitzunehmen. In sicherer Entfernung stellten sich die vier Klassen der Schule am Rand des Schulhofs auf und beobachteten sehr gespannt das Geschehen. Es kam die Meldung „einer Verrauchung der Turnhalle“.

Die Feuerwehr fuhr mit acht Einsatzwagen und 50 Einsatzkräften aus dem Löschzug 2, bestehend aus Affeln und Küntrop, vor. Auch Einheiten aus dem Löschzug Stadtmitte waren angerückt. Einsatzleiter Daniel Peters überwachte den Ablauf. Stadtbrandinspektor Karsten Runte sprach mit Schulleiter Awerd Riemenschneider und Lehrerin Iris Schulte, die in diesem Fall die Sicherheitsbeauftragte der Schule war und dafür gesorgt hatte, dass alle Kollegen abgefragt wurden, ob die Kinder vollzählig seien.

Feuerwehrübung in der Grundschule Altenaffeln

Zwei Kinder – Yarni und Shayna aus der vierten Klassen – fehlten allerdings und mussten aus dem Leseparadies der Schule „gerettet“ werden. „Das Auffinden fehlender Kinder und die Rettung gehören zur Übung dazu“, erklärt Einsatzleiter Peters.

Alle vier Jahre führt die Freiwillige Feuerwehr in Kooperation mit der Schule eine Brandschutzübung durch. Glücklicherweise kam es in den vergangenen 50 Jahren niemals zu einem Ernstfall.

Highlight: Ausfahren des Hubrettungsmastes

Der Angriffstrupp, der mit Atemschutzgeräten ausgerüstet war, ging in die Sporthalle, Wasserschläuche und Wasserversorgung wurden vom Wasser- und Schlauchtrupp kontrolliert. Das Highlight für die Kinder war das Ausfahren des Hubrettungsmastes auf fast 20 Meter Höhe. Selbstverständlich wurde kein Wasser gespritzt, sehr zum Bedauern der Kinder, aber dafür durften sie sich den Einsatzwagen der Feuerwehr aus der Nähe ansehen. Probesitzen gehörte auch dazu und Feuerwehrmann Guido Peters erklärte, wozu die Atemschutzmaske und das Sauerstoffgerät dienen.

Während die einen Kinder den Feuerwehrhelm anprobierten und die Jacken und Gurte genauer unter die Lupe nahmen, kletterten die anderen über Schläuche durch den großen Wagen und ließen sich die Gerätschaften genau erklären. Es war ein aufregender Vormittag für die Jungen und Mädchen der Grundschule Altenaffeln, die nun auch wissen, wie sie sich im Fall eines Brandes zu verhalten haben.

Von Andrea Kellermann-Michels

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