Buntes Jubiläum

125 Jahre SGV Neuenrade

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Zum Jubiläumsprogramm gehörte auch der Wimpeltausch. Gäste aus anderen Abteilungen nahmen das Andenken an das Neuenrader SGV-Jubiläum gerne an.

Neuenrader - Die SGV-Abteilung Neuenrade hat am Wochenende mit befreundeten SGV-Abteilungen aus der Region und mit weiteren Wander- und Naturfreunden ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Im Kulturschuppen am Bahnhof blickte Vorsitzender Gerold Bunse auf die geleistete Arbeit der SGVer zurück. Vor Gästen und Freunden forderte er aber auch selbstkritisch, dass der SGV zum gesicherten Fortbestehen ein Programm haben müsse, das den Erwartungen und dem Interesse jüngerer Menschen entspreche.

In 125 Jahre habe der SGV viel erreicht, sagte der Vorsitzende und ergänzte, „dass es die Liebe zur Natur und die Wandergemeinschaft war, die bei der Gründung erforderlich war und uns zusammen gehalten hat.“

Der Neuenrader SGV zählt derzeit 109 Mitglieder, der Altersdurchschnitt beträgt aber mehr als 70 Jahre. Bunse machte seinen Mitgliedern und allen Gästen Mut, Gedanken und Vorschläge zu entwickeln, die das SGV-Leben weiterhin sichern und mit Leben erfüllen. Er persönlich würde es als Erfolg ansehen, wenn der SGV Neuenrade auch die nächsten 25 Jahre überstehen würde.

Lobende Worte und Anerkennung zum Jubiläum gab es von Bürgermeister Antonius Wiesemann, der auch Glückwünsche von Rat und Verwaltung übermittelte. Augenzwinkernd kramte Neuenrades Erster Bürger in der Geschichte und betonte, dass er auch froh sei, dass in Werdohl einst der SGV ins Leben gerufen wurde. Die Nachbarn hätten damit Gelegenheit gehabt, zielgerichtet nach Neuenrade zu wandern, da hier die Lizenz zum Brauen von Gerstensaft bestanden habe.

In der Sache würdigte der Bürgermeister die 125 SGV-Jahre als etwas Besonderes. Jeder Wander- und Naturfreund habe die Möglichkeit, die wunderschöne Landschaft des Sauerlandes auf gut ausgeschilderten Wanderwegen zu begehen.

Bis heute habe sich die langjährige und gemeinsame Zusammenarbeit bewährt. Ein Merkmal dieser Gemeinsamkeiten sei die hohe Zuverlässigkeit des SGV. Wiesemann sprach sich auch für die Findung eines Konzepts aus, mehr Jugendliche ins SGV-Dasein einzubeziehen.

Das Wandern sei für die Menschen ein Baustein für die Zukunft. Der SGV-Bezirksvorsitzende Wolfgang Fink betonte mit Grußworten, dass viel geschafft werden könne, wenn der SGV mit seinen Zielen weiterhin die Menschen erreiche.

Der Grundgedanke von SGV-Mitgründer Forstrat Ernst Ehmsen vom Mai 1890 gezeigt, den Tourismus zu fördern, präge Südwestfalen auch heute noch. Der Slogan „Sei aktiv und geh mit“ werde nach wie vor von den insgesamt 240 SGV-Abteilungen mit Leben erfüllt und stehe für Spaß und Geselligkeit.

Die Neuenrader SGV-Abteilung eröffnete den Jubiläumstag mit einer Stadtführung. Jürgen Hederich brachte im mittelalterlichen Gewand den Teilnehmern, die überwiegend aus dem benachbarten Versetal gekommen waren, die Neuenrader Historie näher.

Die 1000-jährige Eiche am Wall ist jetzt ebenso bekannt, wie der Verlauf des einstigen Wassergrabens und die Trille am Standort der einstigen Gertruden-Apotheke. Auch die Stadtgründung 1353 und die zwei Jahre später erteilten Stadtrechte durch Engelbert III. machten deutlich, wie aus dem einstigen „Rade“ oder auch „Rode“ die Stadt Neuenrade wurde.

Für eine geführte Wanderung hatte Monika Riecke die Verantwortung übernommen. Die Abordnung des SGV Rahmede nutzte diese Möglichkeit. Vom Bahnhof aus ging es über die Landwehr Richtung Kreuz, Weinberg, Roden-Hennes-Weg, Waldstadion und Friedhof zum Ausgangspunkt zurück.

Der Kulturschuppen am Bahnhof war für die SGVler bestens vorbereitet. Es gab Kaffee und Kuchen, die Altstadtgemeinschaft servierte Leckeres vom Grill und kühle Getränke und die Original Zögermusikanten unter Leitung von Günter Neumann sorgten für zünftige Töne.

Zum Jubiläum zählte auch der traditionelle Wimpeltausch, der bei den SGVlern fester Bestandteil ist. Und dann war da noch Heinz Terlutter vom SGV-Bezirksverband. Der knorrige Werdohler war nicht ohne seinen Wimpelbaum gekommen. 56 Wimpel wurden gezählt, seit dem Wochenende schmückt das 57. Exemplar seinen SGV-Baum.

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